Gewerkschaft fordert halbiertes *Deutschland-Ticket* für alle Auszubildenden

Gewerkschaft fordert halbiertes *Deutschland-Ticket* für alle Auszubildenden
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Nürnberg-Fürth fordert eine Halbierung der Kosten für das Deutschland-Ticket für Auszubildende. Laut dem Vorschlag soll der monatliche Preis von 63 auf 31,50 Euro sinken, um die finanzielle Belastung der Azubis zu verringern. Die Gewerkschaft argumentiert, dass eine bessere Mobilität für die Berufsausbildung unverzichtbar sei und die bisherigen Ermäßigungen den Bedarf nicht decken.
Das Deutschland-Ticket kostet derzeit 63 Euro pro Monat – eine Erhöhung gegenüber den vorherigen Preisen. In Bayern zahlen Auszubildende aktuell 43 Euro, fünf Euro mehr als im Vorjahr, nachdem ein Landeszuschuss von 20 Euro abgezogen wurde. Die NGG hält diese Förderung für unzureichend, insbesondere für die rund 2.200 Azubis in Fürth allein.
Der Gewerkschaftsvorschlag sieht eine Kombination aus staatlicher Förderung und Arbeitgeberbeteiligung vor. Die Betriebe sollten monatlich 11,50 Euro beisteuern, sodass der Eigenanteil der Auszubildenden auf 31,50 Euro sinkt. Dieses Modell würde für alle Azubis gelten – unabhängig davon, ob in ihrer Branche Tarifverträge bestehen. Regina Schleser, Geschäftsführerin der NGG, betonte, wie wichtig Mobilität für die Ausbildung sei. Sie verwies auf Niedersachsen, wo ein ähnliches Modell bereits umgesetzt wird: Dort beteiligen sich Arbeitgeber an der Halbierung des Ticketpreises für Auszubildende. Zwar übernehmen in Bayern bereits einige Branchen einen Teil der Fahrtkosten, doch sind diese Regelungen uneinheitlich und nicht für alle zugänglich.
Würde der NGG-Vorschlag umgesetzt, käme das Deutschland-Ticket für Auszubildende nur noch halb so teuer. Das Konzept setzt auf staatliche Zuschüsse und Arbeitgeberbeiträge, um die Fahrtkosten zu senken. Die Gewerkschaft setzt sich für eine einheitliche Lösung ein, damit alle Azubis profitieren – unabhängig von ihrem Berufsfeld.

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