22 March 2026, 18:13

Georg Hackl nennt Deutschland "Bananenrepublik" wegen Infrastruktur-Chaos

Ein Buchumschlag mit dem Titel 'Sport in Europa' in leuchtenden Farben, detaillierten Designs und Olympischen Symbolen aus europ├Ąischen Spielen.

Georg Hackl nennt Deutschland "Bananenrepublik" wegen Infrastruktur-Chaos

Georg Hackl, ehemaliger Olympiasieger im Rodeln und langjähriger Trainer, hat Deutschlands Umgang mit Infrastrukturprojekten scharf kritisiert. Er bezeichnete das Land als "Bananenrepublik" – nach Jahren der Verzögerungen und Ineffizienz. Seine Äußerungen kommen vor dem Hintergrund des zügigen Baus einer neuen Rodelbahn in Italien, der im krassen Gegensatz zu Deutschlands langwierigen Problemen steht.

Hackl verwies auf den raschen Fortschritt Italiens beim Bau der Bob- und Rodelbahn für die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d'Ampezzo. Die Arbeiten begannen 2022, und die Hauptkonstruktion soll bis Ende 2025 fertiggestellt sein – trotz Umweltproteste. Das Projekt setzte auf vorgefertigte Betonelemente des Unternehmens Leitner und wurde mit 130 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln der italienischen Regierung und der Region Venetien finanziert. Selbst Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini stattete der Baustelle einen Besuch ab und unterstrich damit die politische Unterstützung.

In Deutschland sieht die Lage ganz anders aus. Die Sanierung der Bobbahn in Oberhof zog sich aufgrund strenger Umweltauflagen und der Abstimmung zwischen Bund und Ländern drei Jahre lang in Planung und Genehmigung hin. Das mit 50 Millionen Euro finanzierte Vorhaben litt unter Verzögerungen und steigenden Kosten. Gleichzeitig bleibt die Rodelbahn am Königssee, in der Nähe von Hackls Wohnort, seit Jahren unbenutzbar – nur wenige beschädigte Kurven verhindern die Nutzung.

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Hackl nannte weitere prominente Beispiele für Verzögerungen, darunter Stuttgart 21, den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und die Carolabrücke in Dresden. Er kritisierte, dass Deutschland im Gegensatz zu Italiens effizientem Vorgehen an entscheidungsfreudiger politischer Führung mangele. Ausländische Trainerkollegen hätten laut Hackl mit Unglauben – teils sogar mit Spott – auf die deutschen Infrastrukturprobleme reagiert.

Der Kontrast zwischen Italiens zügig umgebauter Olympienstätte und Deutschlands endlosen Verzögerungen hat scharfe Kritik ausgelöst. Hackls Aussagen spiegeln grundsätzliche Bedenken hinsichtlich Planungsineffizienz und politischer Entscheidungsunfähigkeit wider. Angesichts unbenutzbarer Sportanlagen bleibt die Auswirkung auf Athleten und zukünftige Wettbewerbe ein drängendes Problem.

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