Fürths Zukunftspläne bis 2032: Grüne Energie, Wohnraum und barrierefreie Infrastruktur
Stjepan StaudeFürths Zukunftspläne bis 2032: Grüne Energie, Wohnraum und barrierefreie Infrastruktur
Fürth hat seine politischen Prioritäten für die kommende Legislaturperiode bis 2032 festgelegt. Der wiedergewählte Oberbürgermeister Thomas Jung präsentierte Pläne, die von grüner Energie über Wohnungsbau und Verkehr bis hin zu wirtschaftlichem Wachstum reichen. Die Stadt will an die bisherigen Erfolge anknüpfen und gleichzeitig in verschiedenen Bereichen neue Projekte auf den Weg bringen.
Im Bereich Nachhaltigkeit setzt Fürth seine grünen Initiativen fort: Geplant sind unter anderem der Ausbau der Solarkapazitäten um zehn Megawatt sowie die jährliche Pflanzung von mindestens 5.000 Bäumen. Damit soll die Stadt ihre Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Energieversorgung weiter ausbauen.
Die städtische Entwicklung sieht umfassende Umgestaltungen und Neubauten vor. Zu den zentralen Vorhaben zählen die Fertigstellung der Hornschuchpromenade und der Abschluss des Pegnitzquartiers, das mit einer neuen Uferpromenade aufwarten wird. Zudem soll der Hauptbahnhof barrierefrei ausgebaut werden. Geprüft wird auch der Bau eines Güterbahntunnels, während die Pläne für eine Verlegung der S-Bahn-Strecke aufgegeben wurden.
Im Verkehrssektor liegt der Fokus auf schnellen Radverbindungen, die Fürth mit Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden sollen. Außerdem sind eine reformierte Busnetzstruktur und eine neue Kompostierungsanlage in Burgfarrnbach in Planung.
Im Bildungs- und Betreuungsbereich treibt die Stadt die Digitalisierung der Schulen voran und vollendet große Bauprojekte, darunter neue Gymnasien und die Stadtbibliothek in der Südstadt. Auch im Sport- und Freizeitbereich gibt es Erweiterungen: Geplant sind ein neues Hallenbad im Scherbsgraben und zusätzliche Turnhallen in verschiedenen Stadtteilen.
Wirtschaftlich strebt Fürth die Schaffung von rund 2.000 neuen Arbeitsplätzen durch die Entwicklung von Gewerbegebieten an. Der Tourismus soll ebenfalls ausgebaut werden, wobei etwa 500 neue Hotelbetten entstehen sollen. Im Wohnungsbau sind rund 2.000 neue Wohneinheiten in Gebieten wie Reichsbodenfeld, Südstadt und innerstädtischen Lagen vorgesehen – teilweise als sozialer oder genossenschaftlicher Wohnraum.
Die Pläne Fürths umfassen Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Mit diesen Vorhaben will die Stadt ihre Position als zukunftsorientiertes urbanes Zentrum festigen. Die Projekte werden schrittweise in den kommenden Jahren umgesetzt und prägen so die Entwicklung Fürths bis 2032.






