Franziska Preuß: Vom Rivalinnen-Duell zur ungewöhnlichen Biathlon-Freundschaft
Miroslav HofmannFranziska Preuß: Vom Rivalinnen-Duell zur ungewöhnlichen Biathlon-Freundschaft
Franziska Preuß startet als Favoritin in die neue Biathlon-Saison – mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zu ihrer größten Rivalin
Franziska Preuß geht als die Athletin in die neue Biathlon-Saison, die es zu schlagen gilt. Ihr Aufstieg an die Spitze im vergangenen Jahr war von einem dramatischen Finale geprägt – und einer unerwarteten Verbindung zu ihrer härtesten Konkurrentin, Lou Jeanmonnot. Aus der sportlichen Rivalität der beiden ist inzwischen eine Freundschaft erwachsen, die alle Erwartungen übertrifft.
Preuß' Gesamt-Weltcupsieg wurde in Oslo besiegelt, nachdem Jeanmonnot in der letzten Kurve des Saisonfinales gestürzt war. Die Französin gab später zu, es bereut zu haben, das direkte Duell mit Preuß in München verpasst zu haben – ein Rennen, das die Deutsche wegen einer Handverletzung aussetzen musste. Dadurch fiel auch ihre Teilnahme am IBU Loop Festival aus.
Trotz ihrer Konkurrenz auf der Strecke sind die beiden einander nähergekommen. Jeanmonnot besuchte Preuß während der Vorbereitung in Ruhpolding und vertiefte so eine Verbindung, die mit gegenseitigem Respekt begonnen hatte. Als Preuß zur "Skisportlerin des Jahres" gekürt wurde, schickte ihr Jeanmonnot eine emotionale Nachricht – ein weiterer Beweis für ihre außergewöhnliche Freundschaft.
Nun richtet Preuß ihren Blick auf die anstehende Weltcup-Saison, die in Östersund beginnt. Sie will in Bestform zurückkehren, während Jeanmonnot weiterhin offen über die Entwicklung ihrer Beziehung spricht.
Dass Preuß das IBU Loop Festival verletzungsbedingt verpassen musste, hat ihren Fokus auf die neue Saison nur noch geschärft. Mit Jeanmonnot als Rivalin und Freundin verleiht ihre Dynamik dem Wettbewerb eine zusätzliche Dimension. Die kommenden Rennen werden nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten auf die Probe stellen, sondern auch die Stärke ihrer Verbindung abseits der Strecke.






