28 April 2026, 02:12

Bayern hat die niedrigste Pflegequote Deutschlands – doch warum?

Eine Deutschlandkarte mit verschiedenen Farben, die die Bevölkerungsdichte im Frankfurter Gebiet anzeigen, begleitet von erläuterndem Text auf der linken Seite.

Bayern hat die niedrigste Pflegequote Deutschlands – doch warum?

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich an. Ende 2023 waren rund 5,7 Millionen Personen in die Pflegegrade 1 bis 5 eingestuft – das entspricht einer bundesweiten Pflegequote von 6,72 Prozent. Bayern sticht dabei jedoch mit der niedrigsten Quote des Landes von nur 4,7 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt hervor.

Die Pflegequote in Deutschland ist im Laufe der Zeit gestiegen: 2021 lag sie bei 6,0 Prozent, nach 5,0 Prozent im Jahr 2019 und 4,1 Prozent im Jahr 2017. Dieser Trend spiegelt die anhaltenden demografischen Verschiebungen durch die alternde Bevölkerung wider. Bundesweit benötigen mittlerweile über 5,7 Millionen Menschen Pflegeleistungen.

In Bayern, wo etwa 13,2 Millionen Menschen leben, waren im Dezember 2023 insgesamt 631.273 Personen auf Pflege angewiesen. Trotz der großen Einwohnerzahl bleibt die Pflegequote des Freistaats mit 4,7 Prozent die niedrigste in Deutschland. Innerhalb dieser Gruppe entfallen 16,3 Prozent auf Pflegegrad 1, während 1,9 Prozent in Pflegegrad 2 eingestuft sind.

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Nordrhein-Westfalen verzeichnet zwar die höchste Zahl an Pflegebedürftigen, doch Bayerns Quote liegt weiterhin deutlich unter dem Bundesschnitt. Gleichzeitig stehen dem Land künftige Veränderungen bevor: Ab 2026 sind Kürzungen bei den Pflegegeldleistungen geplant.

Die Daten zeigen einen klaren Anstieg der Pflegeabhängigkeit in ganz Deutschland, getrieben durch den demografischen Wandel. Bayerns vergleichsweise niedrige Pflegequote hebt sich zwar vom bundesweiten Trend ab, doch könnten die geplanten Kürzungen bei den Landeszuschüssen die Unterstützung für Betroffene beeinträchtigen. Die Zahlen unterstreichen den wachsenden Bedarf an langfristigen Pflegeleistungen im gesamten Land.

Quelle