Frankenschnellweg-Ausbau startet nach jahrzehntelangem Rechtsstreit endlich
Roger AdolphFrankenschnellweg-Ausbau startet nach jahrzehntelangem Rechtsstreit endlich
Ausbau der Frankenschnellweg erhält nach langem Rechtsstreit endgültige Genehmigung
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat eine Klage des Umweltverbandes Bund Naturschutz abgewiesen und damit den Weg für den Ausbau der Frankenschnellweg freigemacht. Nach Jahrzehnten der Diskussion über eine höhenfreie Gestaltung der Straße kann das Vorhaben nun umgesetzt werden. Die Planer rechnen mit einer zehnjährigen Bauphase und Kosten von rund einer Milliarde Euro.
Das Projekt wird in zwei Abschnitten realisiert und umfasst unter anderem einen 1,8 Kilometer langen Tunnel sowie eine dritte Spur in Richtung Hafen im westlichen Bereich. Zudem sind 3 Kilometer Lärmschutzwälle und 5 Kilometer Rad- und Fußwege vorgesehen. Ein 22.000 Quadratmeter großer Stadtpark, der jährlich etwa 23 Tonnen CO₂ binden soll, entsteht ebenfalls im Rahmen des Ausbaus.
Kritik kommt von Umweltschützern, die die Pläne ablehnen, während Befürworter die Vorteile über die Nachteile stellen. Bevor die Bauarbeiten – voraussichtlich in gut einem Jahr – beginnen, werden EU-weite Ausschreibungen veröffentlicht. Die ersten Verträge betreffen den Abschnitt zwischen der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth und der Otto-Brenner-Brücke. Der Freistaat Bayern übernimmt 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro.
Der Ausbau bringt erhebliche Veränderungen für die Frankenschnellweg mit sich, darunter neue Infrastruktur für den Verkehr, Radfahrer und Fußgänger. Mit der Überwindung der rechtlichen Hürden kann das Projekt nun in die Planungs- und Vergabephasen eintreten. Die Fertigstellung wird frühestens in zehn Jahren erwartet.






