Fico und Aliyev stärken Bündnis gegen EU-Kritik bei umstrittenem Treffen
Roger AdolphFico und Aliyev stärken Bündnis gegen EU-Kritik bei umstrittenem Treffen
Slowakischer Ministerpräsident Robert Fico hat in den letzten Tagen mehrere vielbeachtete Besuche absolviert, darunter einen Stopp in Aserbaidschan. Bei seinen Gesprächen mit Präsident Ilham Aliyev ging es um EU-Politik, bilaterale Beziehungen und Kritik am Europäischen Parlament. Die Treffen fanden zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Spannungen aufgrund von EU-Förderentscheidungen, die die Slowakei betreffen, zunahmen.
Während seines Besuchs traf Fico mit Aliyev zusammen, der ihm für seine jüngsten Äußerungen in den sozialen Medien dankte. Der aserbaidschanische Präsident lobte die enge Partnerschaft zwischen beiden Ländern und zeigte sich erkenntlich für Ficos Gastfreundschaft während eines früheren Besuchs in der Slowakei. Aliyev kritisierte zudem Resolutionen des Europäischen Parlaments, die sich gegen Aserbaidschan richten, und bezeichnete sie als ungerecht.
Fico stimmte Aliyevs Haltung zu und argumentierte, die EU solle sich lieber auf ihre eigenen Probleme konzentrieren, statt sich in die Angelegenheiten anderer Nationen einzumischen. Später stellte er Aserbaidschan als Vorbild für eine unabhängige Außenpolitik dar. Beide Staatschefs bestätigten Pläne für ein baldiges Wiedersehen in Baku.
Die Gespräche folgten auf eine ereignisreiche Woche für Fico, der zudem nach Moskau, Armenien und Bayern gereist war. Unterdessen empfahl das Europäische Parlament, EU-Mittel für die Slowakei einzufrieren – ein Schritt, den Fico als unbegründet zurückwies.
Die Treffen festigten die Beziehungen zwischen der Slowakei und Aserbaidschan, wobei beide Seiten in ihrer Kritik am Europäischen Parlament übereinstimmten. Ficos jüngste Reisediplomatie unterstreicht sein aktives außenpolitisches Engagement angesichts anhaltender Streitigkeiten über EU-Fördergelder. Aliyevs Einladung nach Baku deutet auf eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit hin.






