13 March 2026, 02:11

EPA und GRUR stärken Zusammenarbeit für technologische Unabhängigkeit der EU

Eine Abbildung eines patentierten Trägers mit verbundenen Punkten und Linien, begleitet von beschreibendem Text und Zahlen.

EPA und GRUR stärken Zusammenarbeit für technologische Unabhängigkeit der EU

Das Europäische Patentamt (EPA) empfing am 2. März eine Delegation der Deutschen Vereinigung für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) an seinem Münchner Standort. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Fortschritte beim Einheitspatent (EP) und dem Einheitlichen Patentgericht (EPG), wobei beide Organisationen ihre Rolle bei der Stärkung der technologischen Unabhängigkeit der EU betonten. Zudem wurden die künftige Zusammenarbeit und laufende Initiativen zwischen den beiden Institutionen erörtert.

Die neu ernannte GRUR-Präsidentin, Dr. Anke Nordemann-Schiffel, leitete die Delegation, während die EPA-Seite von Christoph Ernst, Vizepräsident für Recht und Internationale Angelegenheiten, vertreten wurde. Die Gespräche waren Teil der umfassenden Dialoginitiative des EPA mit nationalen und internationalen Nutzerverbänden im Rahmen der Strategie bis 2026.

Das EPA präsentierte aktuelle Entwicklungen aus seinem Qualitätsaktionsplan 2026 und erläuterte Maßnahmen wie spezialisierte technische Schulungen und KI-gestützte Werkzeuge, um die Standards in der Patentprüfung zu sichern. Die GRUR würdigte die Arbeit des Amtes und hob die Fortschritte im Rahmen der Strategiepläne 2023 und 2028 hervor.

Beide Seiten beschäftigten sich intensiv mit der EPA-Observatoriumsstelle für Patente und Technologie, insbesondere mit dem Projekt "Zukunftsszenarien 2025–2045". Die GRUR bestätigte zudem ihre Beteiligung an der EPA-Zukunftsconsulting-Initiative, deren Ergebnisse bis Juni 2027 erwartet werden. Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Zusammenarbeit kurz- und langfristig zu vertiefen.

Die Gespräche unterstrichen die Übereinstimmung von EPA und GRUR in zentralen Patentfragen, darunter Qualitätsverbesserungen und künftige Technologietrends. Die künftige Zusammenarbeit wird auf Initiativen wie dem Zukunftsprojekt und den langfristigen Szenarien des Observatoriums aufbauen. Beide Organisationen planen, den regelmäßigen Austausch auch weiterhin zu pflegen.

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