Emotionale Debatte um Windkraft in Dermbach: Bürger fordern Mitsprache und Alternativen
Roger AdolphEmotionale Debatte um Windkraft in Dermbach: Bürger fordern Mitsprache und Alternativen
In Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung zur Windenergie statt
Rund 100 Bürgerinnen und Bürger, darunter Gemeinderäte sowie Vertreter einer Bürgerinitiative, nahmen an der von der Gemeinde Dermbach organisierten Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 und der regionale Teilplan Windenergie.
Landrat Dr. Michael Brodführer und Bürgermeister Thomas Hugk eröffneten die Diskussion mit dem Hinweis auf die emotionale Geladenheit der Debatte um Windkraft. Beide betonten ihr Engagement für eine ausgewogene Entwicklung von Landkreis und Gemeinde.
Der zweite Entwurf des Teilplans sieht 40 neue Windvorranggebiete auf einer Fläche von etwa 7.483 Hektar vor. In der anschließenden Fragerunde äußerten viele Anwesende Kritik – unter anderem zu gesundheitlichen Bedenken, Landschaftsbeeinträchtigungen und fehlenden Lösungen für die Energiespeicherung.
Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ informierte die Anwohner darüber, wie sie formelle Einwände einreichen können. Einige Teilnehmer forderten eine direkte Bürgerbeteiligung oder ein Bürgerentscheid über Windkraftprojekte. Bürgermeister Hugk unterstrich die Notwendigkeit, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen.
Die Diskussion dauerte über zwei Stunden. Hugk bedankte sich im Anschluss bei den Teilnehmenden für den durchgehend konstruktiven und respektvollen Austausch. Die Veranstaltung endete mit der Anerkennung der komplexen Themen, die zur Sprache kamen.
Die Gemeinde verfügt nun über Rückmeldungen von Bürgern und Beteiligten, die in die weiteren Planungsschritte einfließen werden. Die nächsten Etappen im Windenergie-Prozess werden voraussichtlich die geäußerten Bedenken und Vorschläge berücksichtigen.






