29 April 2026, 08:39

Durchwachsene Silphie: Die überlegene Alternative zu Mais für Bayerns Energiezukunft?

Ein Maisfeld mit einem Kraftwerk, Gebäuden, Bäumen, Überspannungsmasten und Drähten im Hintergrund, vor einem bewölkten Himmel und fernen Bergen.

Viele Maisfelder - Aber eine andere Pflanze könnte Vorteile haben - Durchwachsene Silphie: Die überlegene Alternative zu Mais für Bayerns Energiezukunft?

Studie der Universität Bayreuth: Durchwachsene Silphie als starke Alternative zu Mais für die Energiegewinnung

Eine neue Studie der Universität Bayreuth hebt die Durchwachsene Silphie (auch Becherpflanze genannt) als vielversprechende Alternative zu Mais für die Energieerzeugung hervor. Die Forscher fanden heraus, dass diese nordamerikanische Pflanze höhere Biomasseerträge liefert und deutlich trockenheitsresistenter ist. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem verbessert zudem die Bodenqualität – ein großer Vorteil für Landwirte in Bayern.

Obwohl die Durchwachsene Silphie derzeit nur auf 2.647 Hektar in Bayern angebaut wird, übertrifft sie den Mais, der auf rund 402.300 Hektar wächst, in mehreren Punkten: Im Gegensatz zu Mais gedeiht sie auch unter trockenen Bedingungen und erzeugt ab dem zweiten Standjahr höhere Biomasseerträge. Ihr tiefes Wurzelsystem erschließt Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten, fördert die mikrobielle Aktivität und stärkt so die Bodenfruchtbarkeit.

Ein weiterer Vorteil: Die Pflanze reduziert die Nitratauswaschung ins Grundwasser um bis zu 99 Prozent – dank ihrer effizienten Stickstoffaufnahme. Mit einer Wuchshöhe von bis zu drei Metern muss sie nicht jährlich neu ausgesät werden, was zudem Bodenerosion im Herbst und Winter verhindert. Während ein Teil des bayerischen Maissilages als Tierfutter dient, wird der Rest in Biogasanlagen verarbeitet.

Doch die Studie, die im Februar 2024 veröffentlicht werden soll, warnt auch vor möglichen Risiken: Die Durchwachsene Silphie könnte sich aufgrund ihres schnellen Wachstums und ihrer Robustheit invasiv ausbreiten. Ohne gezieltes Management bestehe ein ökologisches Risiko.

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Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Becherpflanze in Bayerns Energie- und Agrarsektor eine größere Rolle spielen könnte. Ihre Überlegenheit bei Biomasseproduktion und Bodenschutz macht sie zu einer attraktiven Kulturpflanze. Gleichzeitig erfordert ihre potenzielle Invasivität jedoch eine sorgfältige Beobachtung, sollten Landwirte den Anbau ausweiten.

Quelle