16 March 2026, 00:54

Druckfehler bei Kreistagswahl in Fürth: 18 Kandidaten ohne vollständige Angaben

Eine Schwarz-Weiß-Zeitung mit dem Bild eines Mannes und einem Stimmzettel.

Druckfehler bei Kreistagswahl in Fürth: 18 Kandidaten ohne vollständige Angaben

Ein Druckfehler hat für Probleme bei der Kreistagswahl im Landkreis Fürth gesorgt. Auf den Stimmzetteln fehlten bei 18 Kandidaten aus vier Wahlvorschlägen wichtige Angaben. Die Behörden prüfen nun, wie ähnliche Pannen bei künftigen Wahlen vermieden werden können.

Der Fehler entstand, als die Wahlsoftware automatisch das Layout anpasste. Dabei wurden zusätzliche Zeilen eingefügt und anschließend ohne Warnung wieder entfernt, wodurch Text abgeschnitten wurde. Die Formatierungsfunktion der Software verkleinerte weder die Schriftgröße noch die Zeilenabstände korrekt – mit der Folge, dass Informationen verloren gingen.

Kurzfristige Änderungen verschärften das Problem noch. Nach dem Rückzug eines Kandidaten wurden die Spalten verengt, um das neue Layout unterzubringen. Dadurch blieb kein Platz mehr für längere Angaben wie Ehrenämter, Wohnorte oder Berufsbezeichnungen.

Eine komplette Neudruck der Stimmzettel schlossen die Verantwortlichen aus, da die Druckereien keine Kapazitäten hatten. Auch ein teilweiser Austausch kam nicht infrage, weil dadurch die Wahlgeheimhaltung verletzt oder Wähler ungleich behandelt worden wären. Die Regierung von Mittelfranken bestätigte, dass der Fehler das Wahlergebnis nicht beeinflussen und keine rechtlichen Konsequenzen haben werde.

Die Kreiswahlleitung überprüft nun ihre Abläufe. Künftig sollen technische und organisatorische Maßnahmen eingeführt werden, um solche Vorfälle zu verhindern.

Trotz des Druckfehlers findet die Wahl wie geplant am 8. März 2026 statt. Mit rechtlichen Schritten oder Änderungen der Stimmabgabe ist nicht zu rechnen. Bei künftigen Wahlen im Landkreis Fürth werden strengere Kontrollen sicherstellen, dass die Stimmzettel fehlerfrei gedruckt werden.

AKTUALISIERUNG

Politischer Gegenwind und rechtliche Überprüfung nach dem Fehlen von 14 Kandidatenadressen auf den Stimmzetteln

Der Druckfehler hat am 21. Februar 2026 neue Kontroversen ausgelöst. Wichtige Entwicklungen sind:

  • 14 Kandidatenadressen fehlen vollständig auf den Stimmzetteln, bei anderen sind nur Teile fehlend.
  • 'Das ist ein Skandal für die Demokratie,' sagte ein lokaler Politiker und spiegelte die breite Kritik quer über die Parteigrenzen hinweg wider.
  • Die Gemeinde Oberasbach bleibt davon unberührt, obwohl der gesamte Bezirk weiterhin die fehlerhaften Stimmzettel verwendet.