Diese Veränderungen in Bayern im Jahr 2026

Diese Veränderungen in Bayern im Jahr 2026 - Diese Veränderungen in Bayern im Jahr 2026
Bayern führt in den nächsten zwei Jahren eine Reihe bedeutender politischer Reformen ein. Betroffen sind die Bereiche Wohnen, Familienleistungen, Sozialdienste und Umweltschutzbestimmungen. Viele der neuen Regelungen treten 2026 in Kraft – nach den Kommunalwahlen im März desselben Jahres.
Ab dem 1. Januar 2025 erhalten Familien mit Kindern, die an oder nach diesem Datum geboren werden, weder das Bayerische Familiengeld noch Zuschüsse für Krippenplätze. Damit enden zwei finanzielle Förderprogramme für Eltern in der Region.
Ab Mitte 2026 wird für Unternehmen und Haushalte, die Grundwasser entnehmen oder verbrauchen, eine neue Wasserabgabe von 10 Cent pro Kubikmeter fällig. Die Gebühr soll Maßnahmen zum Gewässerschutz im gesamten Bundesland finanzieren.
Die Wohnungsmarktregeln verschärfen sich ab dem 1. Januar 2026 in 285 bayerischen Städten und Gemeinden – bisher galten sie nur in 208 Gebieten. Durch die ausgeweitete Mietpreisbremse dürfen Vermieter bei Neuvermietungen bestehender Wohnungen höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen. Mieterhöhungen für Bestandsmieter werden auf 15 Prozent über drei Jahre begrenzt, bisher lag die Obergrenze bei 20 Prozent. Zudem müssen Eigentümer, die Wohnungen in Eigentumswohnungen umwandeln und selbst nutzen wollen, künftig zehn Jahre warten, bevor sie Mieter kündigen dürfen.
Die Landespflegepauschale für langfristig Pflegeende sinkt ab 2026 von 1.000 auf 500 Euro pro Jahr. Gleichzeitig erhalten Kommunen zusätzliche Einnahmen aus Erneuerbare-Energien-Projekten: Sie bekommen 0,2 bis 0,3 Cent pro Kilowattstunde, die durch geförderte Windräder und Solaranlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erzeugt wird.
Im Sozialbereich gibt es ab 2026 Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro für inklusive Jobmessen, die sich an Menschen mit Behinderungen richten. Ebenfalls 2026 nimmt eine unabhängige Ombudsstelle ihre Arbeit auf, die bei Konflikten im Bereich der Jugendhilfe vermittelt. Zudem wird beim Landesjugendamt eine zentrale Hotline für Kinderschutz eingerichtet.
Bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 können die Wählerinnen und Wähler zu diesen Veränderungen Stellung beziehen.
Die Reformen werden die Wohnkosten, die Familienförderung und die Sozialleistungen in Bayern grundlegend verändern. Besonders spürbar sind die Auswirkungen für Mieter, Pflegekräfte und Unternehmen, die Grundwasser nutzen. Die Kommunen hingegen profitieren von zusätzlichen Einnahmen durch die Erzeugung erneuerbarer Energien.

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