27 April 2026, 22:12

Deutschlands neue Milliardärsgeneration setzt auf stillen Einfluss statt Protzkapitalismus

Alte Visitenkarte für "J. Goldschmidt Mechanicus & Optics in Zürich", wahrscheinlich aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Deutschlands neue Milliardärsgeneration setzt auf stillen Einfluss statt Protzkapitalismus

Eine neue Generation von Milliardären prägt Deutschlands Vermögenslandschaft um. Anders als ihre Vorgänger setzen diese jungen Unternehmer und Erben weniger auf öffentliche Zurschaustellung und mehr auf stillen Einfluss. Ihr kombiniertes Vermögen beläuft sich auf Milliarden – ihre Unternehmen reichen von Medizintechnik bis zu bahnbrechenden Softwarelösungen.

Zu den jüngsten Milliardären zählen Ludwig Theodor Braun, Eva Maria Braun-Lüedicke und Friederike Braun-Lüedicke. Als direkte Nachkommen des Gründers von B. Braun führen sie einen Medizintechnik-Konzern mit 68.000 Mitarbeitern und einem Milliardenumsatz pro Jahr. Das Familienvermögen wird auf knapp 6,8 Milliarden Euro geschätzt.

Ein weiterer wichtiger Name ist Marc Fielmann, 36, der heute die Fielmann-Gruppe leitet – eine der größten Optik-Handelsketten mit rund 23.000 Beschäftigten. Das Vermögen der Familie Fielmann beläuft sich auf etwa 3,7 Milliarden Euro.

Neben den Erben haben sich auch Selfmade-Milliardäre wie Bastian Nominacher, Alexander Rinke und Martin Klenk einen Namen gemacht. Das Trio gründete Celonis, ein Softwareunternehmen mit Hauptsitzen in München und New York. Mit über 3.000 Mitarbeitern und einer Bewertung von 13 Milliarden Dollar liegt ihr gemeinsames Vermögen bei rund 5,2 Milliarden Euro.

Diese neue Elite agiert anders als frühere Generationen. Viele lenken Familienunternehmen oder bauen Tech-Imperien auf – dabei ziehen sie Entscheidungen im Hintergrund der öffentlichen Aufmerksamkeit vor.

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Deutschlands Milliardärsszene wandelt sich hin zu einer zurückhaltenderen, aber einflussreicheren Generation. Ihr Reichtum, erworben durch Innovation und Erbe, treibt heute ganze Branchen voran. Der Wandel spiegelt einen größeren Trend wider: Macht zählt mehr als Protzkapitalismus.

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