Deutscher Zoll stoppt treibenden Öltanker der russischen Schattenflotte in der Ostsee
Stjepan StaudeDeutscher Zoll stoppt treibenden Öltanker der russischen Schattenflotte in der Ostsee
Deutsche Zollbehörden haben den Öltanker Eventin in der Ostsee zu einem sicheren Ankerplatz geschleppt. Das Schiff, das etwa 100.000 Tonnen Öl geladen hatte, war aufgrund eines Systemausfalls manövrierunfähig geworden. Es gehörte zur sogenannten „Schattenflotte“ Russlands, die unter EU-Sanktionen operiert.
Die Eventin war ursprünglich von Ust-Luga in Russland nach Port Said in Ägypten unterwegs. Nach dem Kontrollverlust begann das Schiff zu treiben, woraufhin deutsche Behörden eingriffen. Die Zollbeamten charterten spezielle Schleppboote, um den Tanker zum Ankerplatz Nordperd in der Nähe der Insel Rügen zu bringen.
Der Standort Nordperd wurde gewählt, um das Risiko einer Ölkatastrophe zu minimieren. Bereits im April hatte das Bundesfinanzministerium die Beschlagnahmung des Schiffes bestätigt. Die Aktion zeigt die Schwierigkeiten auf, Schiffe zu überwachen, die mit sanktionierten Staaten in Verbindung stehen.
Der Tanker bleibt vorerst unter deutscher Kontrolle am Ankerplatz. Die Behörden setzen weiterhin strenge Sicherheitsvorkehrungen durch, um die Umwelt und Schifffahrtsrouten zu schützen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung von Schiffen, die mit internationalen Sanktionen belastet sind.






