Deutsche Bahn modernisiert bayerisches Schienennetz bis 2027 mit Milliardeninvestitionen
Alexander TextorBahn treibt Generalsanierung des Schienennetzes voran - Deutsche Bahn modernisiert bayerisches Schienennetz bis 2027 mit Milliardeninvestitionen
Die Deutsche Bahn (DB) wird wichtige Abschnitte des bayerischen Schienennetzes grundlegend modernisieren. Die Aufwertungen betreffen sieben stark frequentierte Strecken und sollen Verspätungen verringern sowie die Zuverlässigkeit erhöhen. Die Arbeiten auf der ersten Teilstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg beginnen im Februar.
Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase wird die Strecke Nürnberg–Regensburg instand gesetzt, wobei die Bauarbeiten bereits im kommenden Monat starten. Die zweite Phase, die vom 14. Juni bis zum 12. Dezember 2026 läuft, konzentriert sich auf den Abschnitt Obertraubling–Passau.
In diesem Zeitraum wird die DB rund 115 Kilometer Gleise, 90 Weichen und 60 Kilometer Oberleitungen erneuern. Acht Bahnhöfe entlang der Strecke erhalten zudem moderne Signal- und Steuerungstechnik. Zur Barrierefreiheit tragen neue Aufzüge in den Bahnhöfen Osterhofen und Radldorf bei.
Weitere Maßnahmen umfassen neu gestaltete Fußgängerunterführungen, verbesserte Bahnhofseinrichtungen und erweiterte Fahrradabstellplätze. Die Aufträge für die zweite Phase wurden im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben. Alle Arbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein.
Die Sanierungen zielen darauf ab, die Eisenbahninfrastruktur widerstandsfähiger zu machen und Betriebsstörungen zu reduzieren. Die Bahnhöfe werden barriereärmer und bieten den Fahrgästen bessere Serviceleistungen. Das Vorhaben zählt zu den größten Infrastrukturinvestitionen der DB in Bayern der letzten Jahre.