Deutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus mit Münchner Street-Art-Projekt
Stjepan StaudeDeutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus mit Münchner Street-Art-Projekt
Deutsche Bahn setzt auf Street-Art im Kampf gegen Graffiti-Vandalismus in München
Die Bahn hat den Künstler Marcus Dörr beauftragt, 26 Funktionsgebäude im Münchner Osten mit großflächigen Wandgemälden zu gestalten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen jährlich rund zwölf Millionen Euro für die Beseitigung illegaler Graffiti aufwendet.
Im Rahmen des Projekts verwandelt Dörr schlichte Gebäude in farbenfrohe Kunstwerke. Mit einer VR-Brille entwirft er seine Motive im Voraus – seine Murals zeigen Münchner Wahrzeichen wie die Frauenkirche oder die Bavaria-Statue.
Graffiti-Vandalismus bleibt für die Deutsche Bahn ein großes Problem: Allein 2024 registrierte das Unternehmen bundesweit etwa 21.000 Fälle. Illegales Sprühen zieht nicht nur Bußgelder oder Haftstrafen nach sich, sondern birgt auch Lebensgefahr durch Strom führende Bahnanlagen.
Neben künstlerischen Lösungen setzt die Bahn auf Prävention: In Schulen werden Aufklärungsprogramme durchgeführt, um Vandalismus vorzubeugen. Die Zusammenarbeit mit Dörr ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Infrastruktur zu schützen und gleichzeitig städtische Räume kreativ aufzuwerten.
Die neuen Wandbilder im Münchner Osten sollen illegale Graffiti abschrecken und gleichzeitig lokale Kultur präsentieren. Die Bahn investiert weiterhin in künstlerische Projekte und Sensibilisierungskampagnen. Die Initiative spiegelt einen wachsenden Trend wider, bei dem legale Street-Art genutzt wird, um die Kosten durch Vandalismus zu senken.






