Demelspitze bleibt gesperrt: Warum der "Matterhorn von Lenggries" tabu ist
Roger AdolphDemelspitze bleibt gesperrt: Warum der "Matterhorn von Lenggries" tabu ist
Demelspitze: Der "Matterhorn von Lenggries" bleibt für Bergsteiger gesperrt
Die Demelspitze, ein markanter Gipfel in den deutschen Alpen, ist für Kletterer weiterhin nicht zugänglich. Der als "Matterhorn von Lenggries" bekannte Berg war einst ein beliebtes Ziel, doch seit 2013 ist er für Besteigungen gesperrt. Die Behörden begründen das Verbot mit anhaltenden Sicherheitsrisiken.
Das Kletterverbot für die Demelspitze wurde nach einer geologischen Bewertung im Jahr 2013 verhängt. Wiederkehrende Felsstürze und ein instabiler Gipfelbereich veranlassten die Verantwortlichen, die gesamte Südwand und den Gipfel als gefährlich einzustufen. Seither ist der Zugang strikt untersagt.
Die Demelspitze ist nicht der einzige Berg, der für Kletterer tabu ist. Selbst in gut erschlossenen Gebirgszügen wie den Alpen bleiben manche Gipfel gesperrt. An anderen Orten der Welt schützen religiöse und kulturelle Überzeugungen bestimmte Berge vor Besteigungen.
Im Himalaya sind heilige Gipfel wie der Mount Kailash in Tibet oder der Machapuchare in Nepal für Bergsteiger nicht zugänglich. Aus Respekt vor lokalen Traditionen verzichten Kletterer seit jeher auf die Besteigung dieser Berge. Auch der Kangchendzönga, ein weiterer verehrter Gipfel, wird aus ähnlichen Gründen oft nicht bis zum höchsten Punkt bezwungen. Eine genaue Zahl unbestiegener oder gesperrter Himalaya-Gipfel gibt es nicht, doch viele bleiben aufgrund ihrer spirituellen Bedeutung unberührt.
Während die Sperrung der Demelspitze die Sicherheit von Bergsteigern in der Region weiterhin an erste Stelle setzt, sorgen kulturelle und religiöse Überzeugungen weltweit dafür, dass andere Gipfel unbestiegen bleiben. Diese Einschränkungen zeigen, wie sowohl natürliche Gefahren als auch Traditionen den Zugang zu einigen der ikonischsten Berge unseres Planeten prägen.