07 April 2026, 06:12

Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein demokratisches Engagement

Schwarzes und weißes Foto eines Fürballtrainers, der mit seiner Mannschaft spricht, mit einem Spieler mit Helm links und einem unscharfen Hintergrund.

Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für sein demokratisches Engagement

Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis

Christian Streich, der ehemalige Trainer des SC Freiburg, ist am Freitag mit dem Memminger Freiheitspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt sein langjähriges Engagement für Demokratie, Menschenwürde und Gerechtigkeit. Die Verleihung bildete zugleich den Abschluss des Jubiläumsjahres der Stadt, in dem an die 500-jährige Geschichte der Zwölf Artikel erinnert wurde – ein zentrales Dokument des Bauernaufstands.

Der Memminger Freiheitspreis wird alle vier Jahre an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Streich ist der sechste Preisträger und reiht sich damit in eine illustre Liste von Geehrten ein. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert und umfasst zudem eine Freiheitsmedaille sowie eine Faksimile-Ausgabe der Zwölf Artikel, die aufständische Bauern im Jahr 1525 verfassten.

Die Laudatio hielt Claudia Roth, ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen. Sie lobte Streichs "leidenschaftliches Eintreten für die Demokratie" und seine Bereitschaft, sich zu politischen Themen zu äußern. Im Laufe seiner Karriere nutzte er wiederholt seine öffentliche Position, um auf Missstände hinzuweisen. Dabei betonte er stets: "Menschlichkeit kennt keine Grenzen" und erinnerte daran, "dass wir alle irgendwann einmal Geflüchtete waren".

In seiner Dankesrede unterstrich Streich, dass Sport nicht unpolitisch bleiben könne. Öffentliche Einflussnahme gehe mit Verantwortung einher – besonders dann, wenn demokratische Werte bedroht seien. Mit Nachdruck rief er zum Handeln auf: "Wer jetzt nicht aufsteht, hat nichts verstanden. Es ist fünf vor zwölf. Jeder in diesem Land ist gefordert, sich hinzustellen und klar Position zu beziehen."

Die Preisverleihung fiel zusammen mit dem Schwäbischen Tag und bildete den Höhepunkt eines Jahres, in dem an die 500. Wiederkehr der Zwölf Artikel erinnert wurde. Das historische Dokument, das in Memmingen verfasst wurde, gilt bis heute als Symbol des Widerstands gegen Unterdrückung.

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Streichs Auszeichnung unterstreicht die anhaltende Aktualität der Ideale der Zwölf Artikel in heutigen gesellschaftlichen Debatten. Sein Appell zu Solidarität und politischem Engagement spiegelt das Anliegen des Preises wider, Freiheit und Gerechtigkeit zu verteidigen. Die Feierlichkeiten festigten Memmingens Rolle als Hüter demokratischer Werte – damals wie heute.

Quelle