Bundesliga setzt auf Eigengewächse – doch die Regeln versagen bei der Talentförderung

Admin User
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Eine Gruppe von Spielern ist in ein Fußballspiel innerhalb eines eingezäunten Bereichs vertieft, mit Bäumen, Leitern und Strommasten auf der anderen Seite des Zauns.

Bundesliga setzt auf Eigengewächse – doch die Regeln versagen bei der Talentförderung

Bundesliga-Vereine legen in dieser Saison den Fokus auf Eigengewächse – doch die Regeln stehen in der Kritik

In dieser Saison kommen in der 1. Bundesliga vermehrt selbst ausgebildete Talente zum Einsatz, doch es gibt weiterhin Bedenken, ob die aktuellen Vorschriften junge Spieler tatsächlich fördern. Nach 15 Spieltagen führt Borussia Mönchengladbach die Statistik mit 5.055 Einsatzminuten für Akteure aus der eigenen Jugendabteilung an. Gleichzeitig haben einige Teams noch nicht einen einzigen Eigengewachsenen aufgeboten – was Fragen nach der Wirksamkeit des Systems aufwirft.

Die bestehende „Homegrown-Player“-Regel verlangt von den Clubs, eine bestimmte Anzahl lokal ausgebildeter Spieler zu melden – doch sie sieht keine Altersgrenze vor. Dadurch können Vereine ihre Quoten erfüllen, indem sie ältere Akteure verpflichten, statt junge Talente zu entwickeln. Manche Clubs nutzen sogar Schlupflöcher, indem sie Jugendspielern Profiverträge geben, ohne sie jemals in die erste Mannschaft zu integrieren.

Spitzenreiter bei den Einsatzzeiten für Eigengewächse ist Borussia Mönchengladbach, gefolgt von SC Freiburg (4.366 Minuten) und dem 1. FSV Mainz 05 (3.018 Minuten). Sportdirektor Rouven Schröder betonte das langfristige Engagement des Vereins für die Nachwuchsförderung. Doch Teams wie der FC St. Pauli, Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart haben in dieser Saison noch keine Minute an Akteure aus der eigenen Jugend gegeben. Nun wird über eine Reform der Regel diskutiert. Joti Chatzialexiou, Sportdirektor des 1. FC Nürnberg, schlug vor, künftig mindestens zwei unter 23-jährige Eigengewächse pro Kader vorzuschreiben. Ziel ist es, jungen Talenten mehr Chancen zu geben – statt die Quoten lediglich mit erfahrenen Spielern zu füllen.

Historisch gesehen haben Vereine wie Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen immer wieder erfolgreich Jugendspieler in den Profikader integriert und dabei nicht nur sportlichen Einfluss, sondern auch hohe Transfererlöse generiert. Doch das aktuelle System bringt nicht durchgehend Spitzenkräfte wie Thomas Müller hervor, was die Forderungen nach strengeren und klareren Vorgaben verstärkt.

Die *"Homegrown“-Regel der Bundesliga gerät zunehmend unter Druck, weil sie jungen Talenten keine garantierten Perspektiven bietet. Während einige Clubs konsequent auf die Förderung des eigenen Nachwuchses setzen, umgehen andere den eigentlichen Zweck der Vorschrift. Geplante Änderungen könnten die Vereine dazu bringen, stärker in die Jugend zu investieren – doch nur wenn die bestehenden Schlupflöcher geschlossen werden, wird sich wirklich etwas verbessern.

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