29 April 2026, 20:12

BSH streicht 1.400 Jobs: Zwei deutsche Werke vor dem Aus bis 2028

Ein detailliertes Bild eines Fabrikinneren mit einer zentralen großen Maschine, umgeben von diverser Ausrüstung, Möbeln und einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana".

BSH streicht 1.400 Jobs: Zwei deutsche Werke vor dem Aus bis 2028

BSH kündigt Abbau von 1.400 Arbeitsplätzen an zwei deutschen Standorten an

Der große Hausgerätehersteller BSH plant, rund 1.400 Stellen an zwei deutschen Standorten abzubauen. Die Entscheidung folgt auf einen Nachfragerückgang, der durch einen schwachen Immobilienmarkt und veränderte Verbrauchergewohnheiten bedingt ist. Arbeitnehmer und Gewerkschaften haben bereits mit Forderungen nach Gesprächen und mehr Transparenz reagiert.

Am Standort Bretten in Baden-Württemberg wird die Produktion von Backöfen und Dunstabzugshauben bis Anfang 2028 eingestellt. Davon betroffen sind etwa 980 Mitarbeiter des Werks. Zudem endet die Herstellung von Waschmaschinen in Nauen, Brandenburg, bis Mitte 2027 – hier sind weitere 440 Arbeitsplätze gefährdet.

BSH, einst ein Joint Venture von Bosch und Siemens, fertigt heute Hausgeräte unter Marken wie Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau. Als Hauptgründe für die Stellenstreichungen nannte das Unternehmen Überproduktion und sinkende Absatzzahlen. Verbraucher greifen zunehmend zu günstigeren Geräten, während der schwächelnde Immobilienmarkt die Nachfrage nach Einbauküchengeräten dämpft.

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Die Industriegewerkschaft Metall und der Betriebsrat in Bretten forderten die Unternehmensführung auf, die Pläne zurückzuziehen. Stattdessen sollten alternative Zukunftsstrategien diskutiert werden. Kristian Kipcic-Suta, Vorsitzender des Betriebsrats, verlangte klarere Kommunikation und eine echte Einbindung in Entscheidungsprozesse. Matthias Metz, Vorstandsvorsitzender von BSH, erkannte die Bedenken an, konkretisierte jedoch keine weiteren Schritte.

Die Entlassungen werden in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt, während die Produktion an beiden Standorten heruntergefahren wird. Die Beschäftigten in Bretten und Nauen stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, während sich das Unternehmen an die Marktveränderungen anpasst. BSH hat bisher keine detaillierten Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Mitarbeiter bekannt gegeben.

Quelle