BMWs legendärer E9/R1-Prototyp strahlt nach 50 Jahren wieder in altem Glanz
Stjepan StaudeBMWs legendärer E9/R1-Prototyp strahlt nach 50 Jahren wieder in altem Glanz
Ein seltenes Stück der BMW-Rennsportgeschichte ist in altem Glanz wiedererstanden. Der 1972er E9/R1-Prototyp, das erste von BMW Motorsport GmbH gebaute Fahrzeug, gewann kürzlich den Preis als "Iconischstes Auto" beim Salon Privé Concours d'Elegance 2025. Die über ein Jahrzehnt andauernde Restaurierung bewahrte die ursprünglichen Merkmale, die einst den Grundstein für BMWs Motorsport-Legende legten.
Die Geschichte des E9/R1 begann Anfang 1972, als Bob Lutz, damals bei BMW, die Gründung eines werkseigenen Rennteams vorantrieb. Noch im selben Jahr wurde die BMW Motorsport GmbH ins Leben gerufen, geleitet von Jochen Neerpasch und Martin Braungart. Ihre erste Aufgabe bestand darin, eine Testplattform für das 3.0-CSL-Rennprogramm zu entwickeln – daraus entstand das Chassis E9/R1.
Im Winter 1972/73 führten die Fahrer Hans Stuck und Harald Menzel das Auto auf den Strecken von Paul Ricard und Hockenheim an seine Grenzen. Der Prototyp bewährte sich schnell und feierte Siege auf dem Nürburgring, in Kassel-Calden sowie beim ADAC-500-Kilometer-Eifelpokalrennen. Trotz dieser Erfolge kamen 1973 im Rahmen der DRM-Rennserie keine weiteren offiziellen Werks-CSL-Modelle über die Serienversionen hinaus zum Einsatz.
Nach seinem Renndebüt verkaufte BMW den E9/R1 1974 an das Hurtig Team Libra in den USA für die IMSA-Meisterschaft. Jahrzehnte später widmeten sich Experten zehn Jahre lang der akribischen Restaurierung des Fahrzeugs, um jeden Detail originalgetreu wiederherzustellen.
Der E9/R1 steht heute als vollends erhaltenes Zeugnis der BMW-Motorsportgeschichte. Die jüngste Auszeichnung beim Salon Privé unterstreicht seine bleibende Bedeutung als das Auto, das den Rennsportaufstieg der Marke einläutete. Der Prototyp bleibt ein Symbol für die frühen Innovationen und Erfolge der BMW Motorsport GmbH.






