13 June 2026, 00:13

Berlins Kulturschaffende kämpfen mit Großoffensive um mehr Förderung vor der Wahl

Welchen Weg für die Kultur?

Berlins Kulturschaffende kämpfen mit Großoffensive um mehr Förderung vor der Wahl

Berlins Kulturszene startet Großoffensive für mehr Kunstförderung vor der Wahl

Die Berliner Kulturbranche hat eine große Kampagne gestartet, um die Förderung der Künste vor den anstehenden Wahlen in der Hauptstadt ins Rampenlicht zu rücken. Die Initiative „Berlin ist Kultur“ organisiert eine Aktionswoche, um Druck auf Parteien und Kandidat:innen auszuüben. Unter dem Hashtag #deineStimmefürKultur wird die Botschaft in der Wahlkampfsaison quer durch die Stadt sichtbar sein.

An der Kampagne beteiligen sich prominente Vertreter:innen der Berliner Kunst- und Theaterszene. Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, kritisierte die jüngsten Kürzungen bei den Kulturmitteln als „schweren Fehler“. Gabi Dan Droste, Leiterin des FELD Theaters, verglich die Lage mit dem Mythos von Ikarus und warnte, die Branche drohe ohne stabile Unterstützung den Absturz.

Tom Streidel, Tischler am Maxim Gorki Theater, äußerte sich besorgt über die Zukunft des Hauses. Er warnte, dass Änderungen in der Mietpolitik zur Zerschlagung des Theaters führen könnten. Reese verwies zudem auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße und erinnerte an seine eigene prägende Erfahrung in einem Theater in Paderborn, als er 14 Jahre alt war.

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Unterstützung erhält die Initiative auch von Politiker:innen wie Katharina Marg, Bezirksverordnete der Linken, sowie den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Ronja Losert und Bertram von Boxberg. Gemeinsam befürworten sie die „Berliner Erklärung“, die fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur bereitzustellen. Die Erklärung verlangt zudem verlässliche Förderstrukturen, um die Zukunft der Branche zu sichern.

Um Kandidat:innen in die Pflicht zu nehmen, haben Institutionen und Verbände „Wahl-Lackmustests“ entwickelt – konkrete Fragen zu Kunstvermittlung und anderen kulturpolitischen Themen.

Ziel der Aktionswoche ist es, Kultur zu einem zentralen Wahlkampfthema in Berlin zu machen. Die Forderungen der Initiative und der öffentliche Druck könnten in den kommenden Monaten politische Weichenstellungen beeinflussen. Die Organisator:innen hoffen, langfristige Finanzierungen zu sichern und weitere Kürzungen bei den Berliner Kultureinrichtungen zu verhindern.

Quelle