Bayerns Frauen kämpfen sich zum 1:1 gegen Barcelona – doch Rote Karten trüben den Erfolg
Alexander TextorBayerns Frauen kämpfen sich zum 1:1 gegen Barcelona – doch Rote Karten trüben den Erfolg
Bayern Münchens Frauenmannschaft hält Champions-League-Finaltraum mit hart erkämpftem 1:1 gegen Barcelona am Leben
Vor rekordverdächtigen 31.000 Zuschauern im Münchner Stadion – die höchste Zuschauerzahl bei einem Champions-League-Spiel der Bayern-Frauen – endete die Partie mit einem umstrittenen Remis. Die Gastgeberinnen kämpften sich zu einem 1:1, doch das Spiel wurde von einer Roten Karte und dem Platzverweis für die Trainerin überschattet.
Die Münchnerinnen agierten über weite Strecken defensiv, glichen aber in der 69. Minute durch Franziska Kett aus, die den wichtigen Treffer zum 1:1 erzielte. Doch die Hoffnung auf einen Punktgewinn wurde in der 79. Minute getrübt: Kett sah nach einem Vorfall mit Salma Paralluelo – sie hatte deren Zopf gezogen – die Rote Karte. Die Szene erinnerte an den Platzverweis von Kathrin Hendrich bei der EM 2025 wegen eines ähnlichen Vergehens.
Die Kontroversen rissen nicht ab: Auch Bayern-Trainer José Barcala flog mit der zweiten Gelb-Roten Karte vom Platz, nachdem er gegen die Schiedsrichterentscheidung protestiert hatte. Bianca Rech, Sportdirektorin der Bayern-Frauen, kritisierte im Nachhinein die Entscheidung scharf und bezeichnete Ketts Platzverweis als "nicht gerechtfertigt".
Trotz der Rückschläge erhielt Bayern für seine defensive Geschlossenheit und konsequente Konterstrategie Anerkennung. Giulia Gwinn lobte die disziplinierte Mannschaftsleistung, die den favorisierten Katalaninnen über lange Phasen die Räume nahm.
Im Rückspiel müssen die Münchnerinnen nun auf die gesperrten Kett und Barcala verzichten. Zwar bleibt der Traum vom Finale vorerst intakt, doch die Ausfälle könnten die Aufgabe im nächsten Duell deutlich erschweren.






