29 March 2026, 18:18

Bayern startet Winteroffensive mit 400.000 Tonnen Streusalz und 2.000 Kräften

Eine Kopfsteinpflasterstraße mit leichtem Schnee auf dem Boden, gesäumt von einem Zaun im Hintergrund, der eine ruhige Winterszene zeigt.

Glatteisbekämpfung mit nasser Sole und Gurkenwasser - Bayern startet Winteroffensive mit 400.000 Tonnen Streusalz und 2.000 Kräften

Bayern rüstet sich mit Großoffensive für den Winterdienst

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Mit einer groß angelegten Straßeninstandhaltung bereitet sich Bayern auf den Winter vor. Über 880 Fahrzeuge und 2.000 Mitarbeiter stehen bereit, um die Verkehrssicherheit in der gesamten Region zu gewährleisten. Zudem hat das Land 400.000 Tonnen Streusalz gelagert, um bei Glätte vorzusorgen.

Die Bayerische Staatsbauverwaltung ist für ein Netz von 20.000 Kilometern Bundes- und Staatsstraßen zuständig. Insgesamt koordinieren 64 Straßenmeistereien den Winterdienst, unterstützt von kommunalen Teams in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Zum Fuhrpark gehören mehr als 300 eigene Winterdienstfahrzeuge sowie 580 Lkw, die von privaten Auftragnehmern betrieben werden.

Allein für Streusalz gab Bayern im vergangenen Winter 15 Millionen Euro aus – bei einem Gesamtbudget von knapp 56 Millionen Euro für die Verkehrssicherheit. Um den Salzverbrauch zu reduzieren, kommt statt Trockensalz oft feuchtes Salz oder Sole zum Einsatz. Diese Methode verringert den Gesamtbedarf, ohne die Wirkung zu beeinträchtigen.

Ein besonderes Projekt in Niederbayern zeigt, wie Nachhaltigkeit im Winterdienst funktionieren kann: Durch die Wiederverwendung von Gurkenlake aus einer regionalen Essigfabrik sparte das Land 180 Tonnen Streusalz und 1,5 Millionen Liter Wasser ein. Solche umweltfreundlichen Alternativen sind jedoch noch die Ausnahme – kein anderes Bundesland setzt derzeit auf ähnliche Lösungen für die Winterstraßeninstandhaltung.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) betonte die unverzichtbare Arbeit der Winterdienstkräfte. Ihr Einsatz sorgt dafür, dass Straßen auch bei extremen Wetterbedingungen befahrbar bleiben und das Risiko für Autofahrer in der Region sinkt.

Bayerns Winterdienst kombiniert bewährte Methoden mit innovativen Ansätzen. Mit einem gut finanzierten System, geschultem Personal und strategischen Partnerschaften will der Freistaat den Verkehr auch bei Eis und Schnee sicher fließen lassen. Dabei stehen Effizienz, Kostenkontrolle und – wo möglich – ökologische Verantwortung im Mittelpunkt.

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