Bayerisches Netzwerk drängt vor Landtagswahl auf Digitalisierungsoffensive mit 15 Forderungen
Miroslav HofmannBayerisches Netzwerk drängt vor Landtagswahl auf Digitalisierungsoffensive mit 15 Forderungen
Bayerisches Regionalnetzwerk fordert vor Landtagswahl 2023 stärkere Digitalpolitik
Ein regionales Wirtschaftsnetzwerk in Bayern drängt vor der Landtagswahl 2023 auf eine ambitioniertere Digitalstrategie. Mit rund 400 Mitgliedsunternehmen hat die Initiative 15 zentrale Forderungen formuliert, um das Land zukunftsfähiger, vernetzter und innovativer aufzustellen. Damit unterstützt sie die Bestrebungen der Staatsregierung, die digitale Infrastruktur auszubauen und Hochtechnologie-Branchen zu fördern.
Das Netzwerk steht im regen Austausch mit Ministern und Wirtschaftsführern, um drängende Herausforderungen anzugehen – von Fachkräftemangel in der IT über die Förderung von Start-ups bis hin zum verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).
Bayern gilt seit Langem als einer der führenden Hightech-Standorte Europas. Die starke industrielle Basis und die hohe Dichte an Technologieunternehmen machen das Land zu einem Motor der digitalen Entwicklung. Um die Innovationskraft weiter zu stärken, hat die Staatsregierung bereits drei spezialisierte Digital Hubs eingerichtet: den Digital Hub Mobility und den InsurTech Hub in München sowie den Digital Health Hub, der Nürnberg und Erlangen verbindet.
Kürzlich veranstaltete das Netzwerk eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema "Desinformation – Gefahr für unsere Demokratie" mit Dr. Fabian Mehring, Bayerns Digitalminister. Im Mittelpunkt stand die wachsende Bedrohung durch Falschinformationen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Eine weitere gemeinsame Veranstaltung mit der IHK München und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern widmete sich den ethischen und praktischen Herausforderungen bei der Einführung von KI.
Eine Schlüsselfigur in diesen Debatten ist Boris Hecker, CEO von Atos/Eviden Deutschland und regionaler Wachstumsverantwortlicher für Deutschland, Österreich und Osteuropa. In früheren Gesprächen mit dem bayerischen Wirtschaftsminister wurden zentrale Themen wie die Gewinnung von IT-Fachkräften, die Optimierung der Start-up-Förderung und die Beschleunigung der KI-Forschung behandelt. Diese Initiativen spiegeln das übergeordnete Ziel des Netzwerks wider: bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen in einer digitalen Wirtschaft zu schaffen.
Im Vorfeld der Landtagswahl 2023 veröffentlichte die Gruppe ein detailliertes Positionspapier mit 15 konkreten Forderungen, um Bayern zur Vorreiterregion der digitalen Transformation zu machen. Dazu zählen Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Bildung, zum Ausbau des Breitbandnetzes sowie zur engeren Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen.
Der kontinuierliche Dialog mit der Politik und die klaren Handlungsempfehlungen des Netzwerks zeigen: Hier formiert sich eine konzertierte Initiative für digitalen Fortschritt. Angesichts der bereits laufenden Investitionen der Staatsregierung in Digital-Hubs und Innovationsprogramme scheint der bayerische Technologiestandort auf weiterem Wachstumskurs. Wie schnell die Pläne umgesetzt werden, könnte maßgeblich vom Ausgang der Wahl 2023 abhängen.






