30 March 2026, 00:14

Baden-Baden feiert Nijinskys Erbe mit Ausstellung und Tanzfestival im Oktober

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung mit dem Titel "Saison Russe", das eine gemalte Tänzerin in einer anmutigen Pose mit der Aufschrift "Opera et Ballet" darüber zeigt.

Baden-Baden feiert Nijinskys Erbe mit Ausstellung und Tanzfestival im Oktober

Eine neue Ausstellung in Baden-Baden widmet sich dem Erbe von Vaslav Nijinsky, einer der prägendsten Figuren des Balletts. Die Schau fällt zusammen mit einem Festival zu Ehren des Choreografen John Neumeier, der sich Zeit seines Schaffens von Nijinskys bahnbrechender Karriere inspirieren ließ. Sowohl die Ausstellung als auch die Aufführungen finden Anfang Oktober statt und knüpfen damit an die historische Verbindung der Stadt mit der Welt des Tanzes an.

Im August 1913 hielt sich Vaslav Nijinsky während eines Besuchs in Baden-Baden im Grandhotel Stephanie auf – dem heutigen Brenners Parkhotel. Zwar entstanden dort keine neuen Werke, doch arbeitete er mit Sergei Djagilew an einem von Bach inspirierten Ballett. Der Aufenthalt führte auch seine häufige Tanzpartnerin Anna Pawlowa in die Stadt. Am 26. August präsentierte sie ihr ikonisches Solo "Der sterbende Schwan" und sorgte bereits vor der Vorstellung für Furore.

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Nijinsky und die Ballets Russes hatten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Spitzentanz-Technik revolutioniert. Ihre Innovationen setzten neue Maßstäbe für das moderne Ballett, wobei Pawlowa als seine wichtigste Partnerin eine Schlüsselrolle spielte.

Über ein Jahrhundert später zeigt das Stadtmuseum Baden-Baden vom 3. Oktober bis 2. November die Ausstellung "Mythos Vaslav Nijinsky", die John Neumeiers private Sammlung zu Tanz und Ballett präsentiert. Parallel dazu findet vom 2. bis 12. Oktober das Festival "Die Welt des John Neumeier" statt, darunter drei Aufführungen von Neumeiers Ballett "Nijinsky" in der Festspielhalle vom 3. bis 5. Oktober.

Ausstellung und Festival unterstreichen Nijinskys anhaltenden Einfluss auf die Ballettwelt. Besucher können seltene Exponate entdecken und Aufführungen erleben, die sein Vermächtnis ehren. Die Veranstaltungen beginnen am 3. Oktober und bieten die Gelegenheit, eine prägende Epoche der Tanzgeschichte zu revisitieren.

Quelle