Alpha Trains modernisiert 35 Regionalzüge mit ETCS für grenzüberschreitenden Verkehr
Stjepan StaudeAlpha Trains modernisiert 35 Regionalzüge mit ETCS für grenzüberschreitenden Verkehr
Alpha Trains rüstet 35 Elektrotriebfahrzeuge für das Netz der Rosenheimer Kreuzung auf. Das Projekt markiert das erste Mal, dass ein privater Schienenfahrzeugvermieter in Deutschland eine vollständige Nachrüstung mit ETCS für eine bestehende Regionalflotte in Angriff nimmt. Die Züge befördern derzeit jährlich rund 17 Millionen Fahrgäste.
Das Netz der Rosenheimer Kreuzung umfasst wichtige Strecken wie München–Rosenheim–Salzburg, München–Rosenheim–Kufstein und München–Holzkirchen–Rosenheim. Auf diesen Routen werden jährlich etwa 4,9 Millionen Zugkilometer zurückgelegt. Die Flotte besteht aus sieben dreiteiligen und 28 sechsteiligen Stadler FLIRT3-Elektrotriebzügen, die alle von der Bayerischen Oberlandbahn GmbH unter ihrer Marke BRB betrieben werden.
Die Modernisierung sieht vor, die Züge bis 2029 mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) auszustatten. Dieses digitale Signal-Upgrade ermöglicht grenzüberschreitende Fahrten. Die Arbeiten werden im Rahmen geplanter Inspektionen durchgeführt, um Stillstandszeiten zu minimieren. Zudem plant Alpha Trains eine komplette Neugestaltung der Innenräume sowie eine zweite Generalüberholung für die sechsteiligen Einheiten.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative von Alpha Trains, Talbot Services GmbH, InterEngineer Systems GmbH und Siemens Mobility. Nach Abschluss werden die modernisierten Züge den aktuellen europäischen Standards für den grenzüberschreitenden Verkehr entsprechen und weiterhin die stark frequentierten Strecken der Rosenheimer Kreuzung bedienen – nun mit verbesserten digitalen Fähigkeiten. Die Nachrüstung setzt Maßstäbe für private Vermieter in Deutschland.






