Alfons Schuhbeck wegen Steuerhinterziehung zu über drei Jahren Haft verurteilt
Stjepan StaudeAlfons Schuhbeck wegen Steuerhinterziehung zu über drei Jahren Haft verurteilt
Der Sternekoch Alfons Schuhbeck ist wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Der 74-Jährige hatte eingeräumt, mithilfe eines maßgeschneiderten Computerprogramms seine Buchführung gefälscht und so rund 2,3 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Seine Anwälte kündigten bereits an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Schuhbeck über Jahre hinweg systematisch seine Finanzunterlagen manipuliert hatte. Die Vorsitzende Richterin bezeichnete ihn als Täter mit "hohem kriminellem Energieeinsatz". Trotz der Verurteilung bleibt der Koch bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens auf freiem Fuß.
Schuhbeck hatte offen zugegeben, sich vor einer Haftstrafe zu fürchten. Sollte das Urteil Bestand haben, würde er seine Strafe voraussichtlich in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech verbüßen – eine Einrichtung, die für prominente Häftlinge bekannt ist.
Unterdessen liegt seine Fernsehkarriere auf Eis. Sowohl der Bayerische Rundfunk als auch das ZDF haben nach dem Skandal seine Sendungen aus dem Programm genommen.
Als Reaktion auf den Fall schickte die Tierrechtsorganisation PETA Schuhbeck ein veganes Kochbuch. Die Aktivisten riefen ihn dazu auf, sich pflanzlich zu ernähren und fleischlose Mahlzeiten im Gefängnis zu fördern. Die Organisation verwies darauf, dass in deutschen Massentierhaltungen jährlich fast 800 Millionen Tiere geschlachtet werden.
Das Urteil markiert den vorläufigen Höhepunkt eines langjährigen Rechtsstreits. Das Berufungsverfahren wird entscheiden, ob Schuhbeck seine Haftstrafe letztlich antreten muss. Bis dahin bleiben seine berufliche Zukunft und sein öffentliches Image ungewiss.






