26 April 2026, 18:12

Nachbarschaftsstreit endet mit tödlicher Schießerei und Suizid in Bayern

Zwei Männer stehen auf dem Boden, einer hält eine Waffe in der Hand, im Hintergrund ein Wagen mit Menschen, Bäumen, Hügeln und Himmel; die Bildunterschrift lautet "Die Schlangenduellanten: Ein Schuss auf einen Habicht oder die verwundete Taube."

Nachbarschaftsstreit endet mit tödlicher Schießerei und Suizid in Bayern

Ein 55-jähriger Hobbyjäger hat in Weiltingen, Bayern, seinen Nachbarn erschossen. Das 33-jährige Opfer starb noch am Tatort, nachdem es von elf Pistolenkugeln getroffen worden war. Die Behörden bestätigten, dass der Schütze die Waffe legal besaß und seit über zwei Jahrzehnten im Besitz eines Jagdscheins war.

Zwischen den beiden Männern schwelte seit mindestens 2019 ein erbitterter Streit. Aus Polizeiakten geht hervor, dass die Beamten wegen ihrer Auseinandersetzungen mehr als 30 Mal zum Einsatzort gerufen wurden. Trotz wiederholter Einschreitungen blieb die Lage angespannt.

Lokale Zeugen berichteten später, der Schütze habe einst mit einem Bogen einen Pfeil auf eine Person abgeschossen. Der Vorfall wurde jedoch nie offiziell angezeigt, und es kam zu keiner Ermittlung. Das Landratsamt Ansbach prüfte zwar die Zuverlässigkeit des Mannes im Sinne des Waffen- und Jagdrechts, fand jedoch keinen rechtlichen Grund, ihm die Lizenzen zu entziehen.

Nach der Schießerei floh der Täter vom Tatort. Später wurde er tot aufgefunden – er hatte Suizid begangen. Mehrere Anwohner gaben im Nachhinein an, sie hätten sich in der Vergangenheit von ihm bedroht gefühlt.

Die Tat hat die Gemeinde schockiert und wirft Fragen auf, wie es zu dieser Eskalation des langjährigen Konflikts kommen konnte. Nun gerät die legale Waffenbesitz des Schützen sowie das Ausbleiben früherer Konsequenzen in den Fokus der Kritik. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch.

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