Aleksander Aamodt Kildes harter Kampf nach lebensbedrohlichem Sturz
Miroslav HofmannAleksander Aamodt Kildes harter Kampf nach lebensbedrohlichem Sturz
Norwegens Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde kämpft mit schwerer Genesung nach schwerem Sturz im Januar 2024
Der Unfall brachte ihn an den Rand des Todes, und selbst Monate später ringt der 31-Jährige noch mit den körperlichen und psychischen Folgen. Sein Weg zurück auf die Piste ist von Rückschlägen geprägt – darunter wiederkehrende Panikattacken und nächtliche Ängste vor einer erneuten Infektion.
Beim Sturz in Wengen zu Beginn des Jahres zog sich Aamodt Kilde multiple Verletzungen zu, darunter eine ausgekugelte Schulter und eine tiefe Fleischwunde am Unterschenkel. Fünf Operationen waren nötig, doch Komplikationen traten auf, als sich eine Infektion entwickelte, die zu einer Blutvergiftung führte. Die Folgen sind bis heute spürbar: Seine Verlobte, die US-Skistar Mikaela Shiffrin, berichtet von anhaltenden Bewegungseinschränkungen in seiner Schulter.
Doch nicht nur körperlich leidet der Olympiasieger unter den Spätfolgen. Selbst normale Körperwahrnehmungen während der Rehabilitation lösen bei ihm Panikattacken aus. Nachts wacht er häufig auf, in der Angst, die Infektion sei zurückgekehrt. Trotz dieser Belastungen bleibt sein Comeback-Ziel ungebrochen.
Shiffrin steht ihm während der Genesung zur Seite. Aamodt Kilde ist entschlossen, diese Hürden zu überwinden, und peilt sein Rückkehrrennen im Weltcup in Beaver Creek an. Seine Geschichte zeigt, wie sehr Spitzensportler nicht nur körperlich, sondern auch mental gefordert sind – weit über das normale Training hinaus.
Sein Fall verdeutlicht die Komplexität der Rehabilitation nach schweren Verletzungen im Profisport. Ob und wann Aamodt Kilde an die alte Stärke anknüpfen kann, hängt nun sowohl von der körperlichen Heilung als auch von der Bewältigung der psychischen Traumata ab. Die Skiszene wird seinen Fortschritt gespannt verfolgen, während er auf sein geplantes Comeback hinarbeitet.






