25 April 2026, 20:13

8. November: Warum der Internationale Tag der Putzfrau oft übersehen wird

Eine Gruppe von Menschen in orangefarbenen Uniformen, die Müll von der Straßenseite entfernen, mit verstreutem Schutt, Bäumen, Polen und Fahrzeugen im Hintergrund.

8. November: Warum der Internationale Tag der Putzfrau oft übersehen wird

Jährlich am 8. November wird der Internationale Tag der Putzfrau gefeiert. Der Feiertag würdigt die harte Arbeit von Reinigungskräften und lenkt die Aufmerksamkeit auf ihre oft anspruchsvollen Arbeitsbedingungen. Initiiert wurde er 2004 von einer deutschen Autorin, die einer häufig übersehenen Berufsgruppe Anerkennung zollen wollte.

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Die Idee stammte von Gesine Schulz, einer deutschen Bibliothekarin und Schriftstellerin. Sie rief den Tag im Rahmen einer Kampagne mit dem Motto "Eine Rose für die Putzfrau – natürlich eine makellos weiße…" ins Leben. Heute zelebrieren viele Unternehmen den Anlass, indem sie ihren Reinigungskräften weiße Rosen schenken.

Der 8. November wurde gewählt, weil an diesem Tag Karo Rutkowsky Geburtstag hat – eine fiktive Putzfrau aus Schulz' "Karo-Krimi"-Kriminalromanen. Das Datum teilt sich den Kalender mit anderen Gedenktagen wie dem Welttag der Stadtplanung oder dem Nationalen Cappuccino-Tag in den USA.

Allein in Deutschland arbeiten etwa 600.000 Menschen in Vollzeit als Reinigungskräfte, weitere 100.000 sind in Teilzeit oder freiberuflich tätig. Der Tag soll nicht nur diejenigen in festen Anstellungsverhältnissen, sondern auch informell Beschäftigte in den Fokus rücken. Trotz wachsender Bekanntheit strich Wikipedia den Feiertag im Dezember 2011 aus seiner Liste der Gedenktage.

Bekannt ist der Anlass auch unter anderen Namen wie Welttag der Putzfrau, Tag der Wertschätzung für Reinigungskräfte oder Internationaler Hauswirtschaftstag. Der Feiertag regt weiterhin dazu an, Dankbarkeit für Reinigungskräfte zu zeigen – eine Berufsgruppe, die Privathaushalte, Büros und öffentliche Räume funktionsfähig hält. Was als kleine Kampagne begann, hat mittlerweile größere Aufmerksamkeit erlangt und Diskussionen über faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Branche angestoßen. Unternehmen und Privatpersonen nutzen den Tag nach wie vor, um mit einfachen Gesten wie Blumen oder Dankeskarten ihre Wertschätzung auszudrücken.

Quelle