12 June 2026, 22:11

393 Ertrinkungstote 2025: Warum immer mehr Jugendliche in Deutschland ertrinken

Mobil weg, Kinder im Blick: DLRG Fürth warnt zum Saisonstart - Playmobil Action Day in Zirndorf

393 Ertrinkungstote 2025: Warum immer mehr Jugendliche in Deutschland ertrinken

Ertrinkungsunfälle bleiben in Deutschland ein ernstes Problem – 2025 starben mindestens 393 Menschen im Wasser. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 11 und 30 Jahren. Experten führen dies auf nachlassende Schwimmfähigkeiten und risikofreudiges Verhalten zurück.

Ein Grund für die verschlechterten Schwimmkenntnisse ist der Rückgang des Schulsports: Qualifizierte Sportlehrer fehlen, und der Zugang zu Schwimmbädern ist eingeschränkt. Dadurch leiden auch die motorischen Fähigkeiten von Kindern, während sich gleichzeitig ihre Freizeitgewohnheiten ändern. Die DLRG-Ortsgruppe Fürth versucht, die Lücken zu schließen, und bietet zweimal jährlich Schwimmkurse an. Jeder Kurs umfasst 15 Abende und vermittelt etwa 42 bis 50 Kindern grundlegende Schwimmtechniken.

Markus Mootz, Ausbildungsleiter der DLRG Fürth, appelliert an Eltern, die Baderegeln einzuhalten und sich nicht durch Handys ablenken zu lassen. Zudem warnt er davor, die Fähigkeiten von Kindern zu überschätzen: Das Seepferdchen-Abzeichen belege lediglich grundlegende Schwimmfähigkeiten im flachen Wasser. Eltern sollten sich nicht auf Schwimmflügel verlassen oder davon ausgehen, dass Rettungsschwimmer ihre Kinder ständig im Blick hätten.

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Um die Wasserrettung zu fördern, veranstaltet der Playmobil-FunPark am Samstag, den 13. Juni 2026, einen Familien-Aktionstag. Das Programm umfasst fünf interaktive Stationen, eine DLRG-Rallye und die Möglichkeit für Kinder, die Aufgaben von Rettungsschwimmern kennenzulernen. Zudem wird ein Rettungsfahrzeug ausgestellt.

Häufige Ursachen für Badeunfälle sind Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und plötzliche Kältebelastung im Wasser. Angesichts der steigenden Ertrinkungszahlen wird der Bedarf an besserer Schwimmausbildung und Aufklärung immer dringender. Veranstaltungen wie der Familien-Aktionstag sollen Kindern und Eltern wichtige Sicherheitsregeln vermitteln. Die Behörden betonen weiterhin: Achtsamkeit und Aufsicht am Wasser retten Leben.

Quelle