27 March 2026, 08:12

15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Flucht, Migration und Behinderung

Liniengraph, der die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gew├Ąhrt wurde, mit begleitendem Erl├Ąuterungstext.

15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Flucht, Migration und Behinderung

15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung

Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Rund 35 Fachleute aus verschiedenen Bereichen kamen zusammen, um drängende Fragen im Zusammenhang mit geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen zu erörtern. Die Themen reichten vom Zugang zum Arbeitsmarkt bis zur anstehenden GEAS-Asylreform der EU.

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Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die Bedeutung lokaler Netzwerke als Treiber für Veränderung. Sie begrüßte die Teilnehmenden und betonte, wie gezielte Zusammenarbeit zu besseren Unterstützungssystemen für vulnerable Gruppen beitragen könne.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen mehrere zentrale Aspekte. Expertinnen und Experten analysierten Hürden bei der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen mit Behinderungen sowie die Rolle von Sprachmittlung für gelingende Integration. Ein besonderer Fokus lag auf der GEAS-Reform der EU, die durch eine verpflichtende Registrierung in allen Mitgliedstaaten Asylverfahren vereinheitlichen soll. Zwar wurde die Reform 2024 verabschiedet, ihre Umsetzung ist jedoch erst bis Juni 2026 vorgeschrieben.

Bisher hat die Reform keine direkten Auswirkungen auf Asylsuchende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen an den EU-Außengrenzen. Aktuelle Ausnahmen gelten lediglich für unbegleitete Minderjährige und Familien – spezifische Regelungen zu gesundheitlichen Belangen fehlen Stand März 2026. In einigen Fällen könnten die Neuerungen jedoch zu einer Beschleunigung der Verfahren an den Außengrenzen führen.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der fortlaufende Austausch zwischen Behörden, Organisationen und betroffenen Communities entscheidend bleibt, um Versorgungslücken zu schließen. Das Forum unterstrich die Notwendigkeit kontinuierlicher Zusammenarbeit, um die Lebensbedingungen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Angesichts der bevorstehenden GEAS-Umsetzungsfrist 2026 stehen die Mitgliedstaaten bald vor der Aufgabe, die neuen Regeln in die Praxis zu übertragen. Bis dahin bleiben lokale Initiativen und Fachnetzwerke unverzichtbar, um inklusive Politiken mitzugestalten.

Quelle