14 Milliarden Euro fehlend: Deutschlands Nahverkehr droht der Kollaps bis 2031
Miroslav Hofmann14 Milliarden Euro fehlend: Deutschlands Nahverkehr droht der Kollaps bis 2031
Deutschlands Bus- und Bahnverkehr steht vor massiven Finanzierungslücken – die regionalen Verkehrsbehörden fordern bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro. Ohne diese Mittel drohen flächendeckende Streichungen im gesamten Land. Die Forderung nach mehr finanzieller Unterstützung setzt die Bundesregierung unter Zugzwang, schnell zu handeln.
Die 16 Bundesländer erhalten derzeit jährlich rund 12 Milliarden Euro aus dem Regionalisierungsfonds. Doch dieser Betrag steigt nur um drei Prozent pro Jahr – zu wenig, um mit den stark gestiegenen Kosten Schritt zu halten. Verkehrsbehörden und lokale Nahverkehrsverbände warnen: Ohne zusätzliche Mittel seien Zugausfälle und eingeschränkte Angebote unvermeidbar.
Die Verkehrsministerkonferenz hat nun eine Resolution verabschiedet, in der sie die Bundesregierung auffordert, die Regionalisierungsmittel deutlich aufzustocken. Die 14 Milliarden Euro seien notwendig, um das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten. Doch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder lehnt eine Zusage ab und verweist auf einen unrealistischen Zeitrahmen für eine Entscheidung.
Andere europäische Länder haben ähnliche Herausforderungen mit einem Grenz-kostenmodell gelöst, bei dem Nutzer nur die tatsächlichen Mehrkosten pro Fahrt zahlen. Dieses System gilt als transparent, fair und EU-rechtskonform. Experten empfehlen zudem die Einrichtung eines Schienenfonds nach Schweizer Vorbild, der teilweise durch Lkw-Mautgebühren finanziert wird. Die Europäische Kommission hat diesen Ansatz bereits als wirksames Instrument für Hochgeschwindigkeitsprojekte gelobt.
Die Finanzierungslücke bedroht die Stabilität der Verkehrsnetze in ganz Deutschland. Werden keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt, folgen Angebotskürzungen und Streichungen. Die Bundesregierung steht vor wachsenden Forderungen, die Krise zu lösen – bevor Millionen Fahrgäste die Folgen zu spüren bekommen.






