"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine turbulente Musical-Farce der 1920er in Nischni Nowgorod
Miroslav Hofmann"Zwei Hasen auf einmal jagen": Eine turbulente Musical-Farce der 1920er in Nischni Nowgorod
Das Komediya-Theater in Nischni Nowgorod beendet seine Spielzeit mit einer lebendigen Neuinterpretation eines Klassikers.Zwei Hasen auf einmal jagen, inszeniert und choreografiert von Anna Feketa, verwandelt die Geschichte in eine turbulente Musical-Farce der 1920er-Jahre. Die Produktion verlegt die Handlung von Kiew nach Odessa und erfindet das Genre mit frechem Humor und improvisatorischen Elementen neu.
Im Mittelpunkt steht der Haushalt der Silbermans, wo Nikolai Ponomarjow den Moischa Moissejewitsch und Alina Gobyrite die Rolle der Rosa Markowna übernimmt. Ihr chaotisches Leben entfaltet sich in einem Art-Déco-Setting, entworfen von Alexander Nedelko, das den Glanz der Goldenen Zwanziger Jahre beschwört.
Polina Loboda glänzt als Pronja, die naive, aber sich weiterentwickelnde Protagonistin, während Maksim Michaljow den schlauen Schurken Swirid Petrowitsch Golochwastow verkörpert, der die Handlung vorantreibt. Olga Konowalowa komplettiert das Ensemble als Khimka, das schlagfertige Dienstmädchen, das den Haushalt im Griff hält.
Feketas Inszenierung verbindet schrille Komik mit bekannten Liedern wie Bubliki und Alles, was war, die direkt in die Handlung eingebettet sind. Das Ergebnis ist eine temporeiche, visuell opulente Farce mit überzeichneten Charakteren und spontanen Momenten. Die letzte Vorstellung findet am 2. Juli statt.
Diese frische Adaption von Zwei Hasen auf einmal jagen bildet den Abschluss der Theatersaison. Die Mischung aus Musik, Slapstick und dem Flair der 1920er-Jahre bietet ein energiegeladenes Finale für das Publikum. Karten für die letzte Aufführung sind noch erhältlich.






