Wolters Brauerei kämpft um Überleben – Stadt plant Rettungs-Taskforce
Miroslav HofmannWolters Brauerei kämpft um Überleben – Stadt plant Rettungs-Taskforce
Die Wolters Brauerei hat Eigenverwaltung beantragt, um ihre Geschäfte eigenständig zu umstrukturieren. Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch des Traditionsbetriebs hatten in den vergangenen Wochen die Runde gemacht und in der Region Besorgnis ausgelöst. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei als wichtigen Teil des kulinarischen Erbes der Region.
Die CDU-Stadtratsfraktion bereitet derzeit einen Eilantrag vor, um eine Taskforce einzurichten, die das Überleben der Brauerei sichern soll. Dieser Runde Tisch soll Vertreter der Wolters-Geschäftsführung, den Betriebsrat, Branchenvertreter der Gastronomie, die Volksbank BraWo sowie Spitzenpolitiker der großen Fraktionen im Stadtrat umfassen.
Kleinere Fraktionen im Rat kritisieren den Plan scharf, da ihre Vertreter nicht einbezogen werden. Die Stadt betont unterdessen, dass mögliche Gespräche im Rahmen einer Taskforce erst nach Vorliegen der Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen und einer klaren Sanierungsstrategie stattfinden können.
Das Rathaus zeigt sich vorsichtig optimistisch in Bezug auf die Zukunft der Brauerei, hat jedoch keine direkte Einflussmöglichkeit auf den Prozess. Die Verwaltung geht davon aus, dass Wolters über ausreichende wirtschaftliche Stärke und eine realistische Perspektive für einen Neuanfang verfügt. Zwischen der Stadt und der Brauereiführung laufen bereits Gespräche, bei denen auch eine breitere Einbindung regionaler Akteure denkbar wäre.
Mit dem Insolvenzantrag beginnt für die Wolters Brauerei eine entscheidende Phase ihres Überlebenskampfs. Ob sich eine Taskforce zur Unterstützung der Sanierung bildet, hängt von den Ergebnissen der laufenden Verhandlungen ab. Die Stadt wird die Entwicklungen beobachten und sich erst einbringen, sobald ein konkretes Konzept vorliegt.
