12 April 2026, 00:19

Wohnungsbau in Deutschland: Leichte Besserung, aber noch kein Durchbruch

Ein zweistöckiges Gebäude mit vernagelten Fenstern und einem verblichenen "Günstiger Wohnraum"-Schild, das über eine Treppe mit Geländern erreichbar ist und neben einer Straße steht.

Wohnungsbau in Deutschland: Leichte Besserung, aber noch kein Durchbruch

Deutschlands Wohnungsbau zeigt vorsichtige Anzeichen der Besserung – doch die Herausforderungen bleiben

Die Stimmung in der deutschen Wohnungsbauwirtschaft hat sich leicht aufgehellt: Der Geschäftsklima-Index für Bauunternehmen erreichte im Herbst seinen höchsten Stand seit August 2022. Doch Experten warnen, dass eine vollständige Erholung noch in weiter Ferne liegt.

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Wie aus dem jüngsten Bericht des ifo Instituts hervorgeht, präsentiert sich die Branche zwiespältig. Zwar bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Lage positiver, doch die Erwartungen trübten sich aufgrund eines Mangels an neuen Aufträgen ein. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, betonte diesen Gegensatz zwischen kurzfristiger Entlastung und langfristiger Unsicherheit.

Trotz der verbesserten Stimmung ging die Bautätigkeit im Wohnungssektor im August 2025 um über 4 Prozent zurück. Klaus Wohlrabe, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomie und Umfragen, deutete an, dass der Sektor zwar seinen Tiefpunkt möglicherweise überwunden habe, ein echter Aufschwung aber noch ausstehe.

Für die Schwankungen der Nachfrage in diesem Jahr machte unter anderem eine Beschaffungssperre der Autobahn GmbH verantwortlich. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, nannte diese Maßnahme als einen zentralen Faktor für die Instabilität der Branche. Gleichzeitig wies Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, darauf hin, dass sich der positive Trend bei den Auftragseingängen aus dem Juli nicht im August fortgesetzt habe.

Die jüngsten Zahlen geben zwar einen Hoffnungsschimmer für die deutsche Bauwirtschaft – der Geschäftsklima-Index kletterte auf ein Zweijahreshoch. Doch rückläufige Bautätigkeit und schwache Auftragsbücher deuten darauf hin, dass der Weg zur Erholung ein langer sein wird. Die Unternehmen stehen nun vor der Aufgabe, den Schwung zu halten – trotz anhaltender wirtschaftlicher Belastungen.

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