07 May 2026, 12:17

Wasserstoffoffensive scheitert: Millionen an Fördergeldern verpuffen ungenutzt in Bayern

Gelbes wasserstoffbetriebenes Elektroauto vor einem Gebäude mit Absperrpfosten, Seilen, Bannern, einer Person im Auto, einer Säule, stehenden Menschen, Schildern, einer Topfpflanze, Deckenleuchten und Dachventilatoren.

Wasserstoffoffensive scheitert: Millionen an Fördergeldern verpuffen ungenutzt in Bayern

Deutschlands Vorstoß in der Wasserstoffenergie hat trotz beträchtlicher Fördergelder erhebliche Rückschläge erlitten. Millionen an Subventionen blieben ungenutzt, da schwache Nachfrage und hohe Kosten den Fortschritt bremsen. Experten zweifeln inzwischen daran, dass Wasserstoff in naher Zukunft eine Rolle bei der Beheizung von Wohnhäusern oder dem Antrieb von Autos spielen wird.

Die bayerische Landesregierung hatte bis Ende 2025 fast 142 Millionen Euro für die Wasserstoffforschung bereitgestellt. Mehr als die Hälfte dieser Mittel wurde zwar beantragt, doch in zentralen Bereichen gab es kaum Aktivitäten. Von den zugesagten 120 Millionen Euro für den Bau von Elektrolyseuren wurden bis 2025 lediglich 4,1 Millionen Euro abgerufen.

Noch schlechter erging es den Wasserstofftankstellen. Von den vorgesehenen 61 Millionen Euro wurden nur 16,3 Millionen Euro genutzt, weitere 9 Millionen Euro mussten zurückgegeben werden, nachdem Projekte nicht zustande kamen. Das Förderprogramm wurde inzwischen eingestellt – gebaut wurden lediglich 20 der ursprünglich geplanten 100 Tankstellen.

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Unterdessen setzt die Bundesregierung auf ein Wasserstoff-Kernnetz, das vor allem industrielle Nutzer und nicht Privatverbraucher bedienen soll. Energiefachleute argumentieren, dass die hohen Produktionskosten Wasserstoff für Heizzwecke oder den Verkehr auf absehbare Zeit unwirtschaftlich machen. Zudem wäre Deutschland weiterhin auf Importe angewiesen, um einen Großteil seines Bedarfs zu decken.

Die zögerliche Inanspruchnahme der Wasserstoffförderung unterstreicht die bevorstehenden Herausforderungen. Da die meisten Subventionen ungenutzt blieben und zentrale Programme eingestellt wurden, rückt der Fokus nun auf industrielle Anwendungen. Experten warnen, dass die Kostenschranken Wasserstoff voraussichtlich noch Jahre lang aus dem Alltagsgebrauch fernhalten werden.

Quelle