Warum die Deutschen trotz Klimadebatte weiterhin auf das Auto setzen
Stjepan StaudeWarum die Deutschen trotz Klimadebatte weiterhin auf das Auto setzen
Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Deutschen bevorzugen nach wie vor das Auto gegenüber umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln. Trotz Bemühungen, nachhaltige Mobilität zu fördern, gaben 70 Prozent der Befragten an, dass Autos – einschließlich Elektrofahrzeuge – am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Immer weniger Menschen sehen Gehen als ihre erste Wahl: Der Anteil sank von 38 Prozent im Jahr 2021 auf heute 29 Prozent.
In der Umfrage wurden die Deutschen nach ihrem idealen Fortbewegungsmittel gefragt. Mit 32 Prozent lag das Fahrrad vorn, gefolgt von 29 Prozent, die zu Fuß gehen bevorzugen. Nur 16 Prozent entschieden sich für die Bahn, während Straßenbahnen und Busse noch weiter hinten rangierten.
Ein zentrales Anliegen war die Bezahlbarkeit: 49 Prozent der Befragten betonten, dass Verkehr für alle Einkommensgruppen zugänglich sein sollte. Doch nur 26 Prozent legten Wert darauf, die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Regionale Unterschiede wurden ebenfalls deutlich: In Berlin erklärten 28 Prozent der Teilnehmer, künftig nur noch Elektroautos kaufen zu wollen – ein Spitzenwert. Gleichzeitig zeigte sich in den ostdeutschen Bundesländern weniger Interesse an einem vollständigen Umstieg auf E-Mobilität als im Bundesschnitt.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen langsamen Wandel weg von der Autodominanz. Zwar bleiben Fahrradfahren und Zu-Fuß-Gehen beliebt, doch Züge und öffentlicher Nahverkehr hinken hinterher. Für die meisten Deutschen bleibt das Auto vorerst die praktischste Lösung – auch wenn Elektroalternativen in einigen Regionen an Boden gewinnen.






