31 March 2026, 14:17

Unternehmer aus Altötting wegen 850.000-Euro-Betrugs zu Haft verurteilt

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Unternehmer aus Altötting wegen 850.000-Euro-Betrugs zu Haft verurteilt

Ein 55-jähriger Unternehmer aus dem Landkreis Altötting ist wegen schweren Betrugs zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Falls standen Lohnbetrug, Steuerhinterziehung sowie die Verwendung gefälschter Rechnungen, um Schwarzlohnzahlungen zu verschleiern. Ermittlungen des Hauptzollamts Rosenheim deckten ein System auf, durch das Sozialversicherungsträger um mehr als 850.000 Euro gebracht wurden.

Zwischen 2016 und 2020 hatte der Unternehmer über 100 Mitarbeiter nicht bei den Sozialversicherungen angemeldet. Stattdessen wurden die Beschäftigten in bar bezahlt, während gefälschte Subunternehmerrechnungen erstellt wurden, um die Transaktionen zu tarnen. Die in den Rechnungen aufgeführten Beträge wurden jedoch nie tatsächlich überwiesen.

Der Verurteilte war bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft. Nach seiner Flucht in die Türkei, um einer Haftstrafe zu entgehen, wurde er von den Behörden aufgespürt und nach Deutschland ausgeliefert. Seine damalige Lebensgefährtin, die offiziell die Geschäftsführung innehatte, erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe für ihre Mittäterschaft.

Das Hauptzollamt Rosenheim, das für den gesamten Südosten Oberbayerns zuständig ist, leitete die Ermittlungen. Der Betrug entzog dem Staat nicht nur Steuereinnahmen, sondern schuf auch unfaire Wettbewerbsbedingungen und trug zur Arbeitslosigkeit bei. Die Sozialversicherungssysteme verloren durch die nicht angemeldeten Beschäftigten erhebliche Beitragseinnahmen.

Das Urteil gegen den Unternehmer spiegelt die Schwere der Taten wider, zu denen Lohnvorenthaltung, Steuerhinterziehung und großangelegter Betrug zählten. Das Hauptzollamt Rosenheim ermittelt weiterhin gegen nicht gemeldete und illegale Beschäftigung. Für Hinweise steht die Behörde unter der Telefonnummer +49 8031 3006-7100 oder per E-Mail ([email protected]) zur Verfügung. Medienanfragen werden von der Sprecherin Marion Dirscherl bearbeitet.

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