25 April 2026, 06:20

Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball

Männer bei einem Handballspiel während der Futsal-Weltmeisterschaft 2019 zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain, mit Zuschauern im Hintergrund.

Todesdrohung gegen 12-Jährigen Schiedsrichter? Verband ermittelt - Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball

Bayerischer Fußball-Verband (BFV) ermittelt nach Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter

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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) untersucht eine erschütternde Todesdrohung gegen einen erst 12-jährigen Schiedsrichter während eines Spiels der U14. Der Vorfall in Altenerding hat Empörung ausgelöst, während Funktionäre betonen, dass solches Verhalten absolut inakzeptabel sei und mit null Toleranz verfolgt werde.

Die Drohung erfolgte nach dem Schlusspfiff eines Jugendspiels der SG FC Fraunberg. Als der junge Unparteiische in Tränen das Spielfeld verließ, soll ein Spieler gerufen haben: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags gar nicht erst – nach der Schule bist du tot." Mehrere Zeugen, darunter die Mutter des Schiedsrichters und ein Vereinsvertreter der SpVgg Altenerding, hörten die Äußerung.

Der BFV hat den beteiligten Spieler vorläufig gesperrt und sammelt derzeit Aussagen von Anwesenden. Fabian Frühwirth, stellvertretender BFV-Geschäftsführer, bekräftigte den strikten Kurs des Verbandes gegen jede Form von Misshandlung. Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, kritisierte unterdessen erwachsene Trainer, die durch ihr Verhalten Aggressionen schüren und Jugendliche in Spielen zu Fehlverhalten anstiften würden.

Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: Bei rund 200.000 elektronisch erfassten Spielen in Bayern in der vergangenen Saison wurden 80 Vorfälle gemeldet – eine Zahl, die seit Jahren konstant bleibt. Die Schiedsrichtervereinigung hat inzwischen Kontakt zum betroffenen Jungen aufgenommen, um Unterstützung anzubieten, und warnt, dass solche Drohungen längst keine Einzelfälle mehr seien.

Die SG FC Fraunberg hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Die BFV-Ermittlungen laufen weiter, während der gesperrte Spieler auf weitere Konsequenzen wartet. Funktionäre betonen, dass der Schutz junger Unparteiischer oberste Priorität im bayerischen Fußball habe.

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