05 June 2026, 17:32

Thüga-Chef Alsheimer zerpflückt Regierungspläne zu Strompreisen und Klimazielen

Studie zeigt: Deutschland durch Marktstörung und Kostenfalle durch Kraftwerksreserve bedroht

Thüga-Chef Alsheimer zerpflückt Regierungspläne zu Strompreisen und Klimazielen

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Thüga, kritisiert scharf die Pläne der Bundesregierung, die Strompreise durch den Einsatz von Kraftwerksreserven zu stabilisieren. Er warnt, dass dieser Schritt die Kosten in die Höhe treiben, innovative Geschäftsmodelle gefährden und den CO₂-Ausstoß um Millionen Tonnen erhöhen könnte.

Die Regierung will mit dem Vorhaben die Strompreise durch den Rückgriff auf Reservekraftwerke konstant halten. Doch Alsheimer hält diesen Ansatz für kontraproduktiv: In den kommenden Jahren drohten dadurch Preiserhöhungen von bis zu neun Prozent.

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Zudem befürchtet er, dass der Plan den Wettbewerb verzerren und Unsicherheit auf dem Energiemarkt schaffen werde. Besonders betroffen wären neue Geschäftsmodelle, etwa solche, die auf Speicherlösungen zur Bewältigung von Preisschwankungen setzen.

Neben den wirtschaftlichen Risiken verweist Alsheimer auf die ökologischen Folgen: Der Einsatz der Reserven könnte zusätzliche zwei Millionen Tonnen CO₂ freisetzen – ein klarer Widerspruch zu den Klimazielen. Um diese Probleme zu vermeiden, plädiert er für klarere rechtliche Rahmenbedingungen, flexiblere Regelungen für die lokale Umsetzung sowie stärkere Anreize für Gaskraftwerke.

Kernpunkte seiner Kritik sind steigende Kosten, gebremste Innovation und höhere Emissionen. Ohne Kurskorrektur, so seine Warnung, drohe die Maßnahme den Energiesektor zu destabilisieren, statt ihn zu sichern. Stattdessen setzt er auf langfristige Planung und Investitionssicherheit.

Quelle