Thomas Jung bleibt mit 72 Prozent Fürths Oberbürgermeister – bald 30 Jahre im Amt
Stjepan StaudeThomas Jung bleibt Bürgermeister von Fürth - Thomas Jung bleibt mit 72 Prozent Fürths Oberbürgermeister – bald 30 Jahre im Amt
Thomas Jung hat seine Wiederwahl als Oberbürgermeister von Fürth mit einer überwältigenden Mehrheit gesichert und bleibt damit weiter im Amt. Der langjährige Bürgermeister, der seit 2002 regiert, erhielt 72,13 Prozent der Stimmen – nur knapp unter seinem Ergebnis von 72,9 Prozent im Jahr 2020. Mit diesem erneuten Sieg könnte sich seine Amtszeit bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode auf 30 Jahre summieren.
Jung trat sein Amt am 1. Mai 2002 an und prägte seitdem eine Phase tiefgreifender Veränderungen in Fürth. Unter seiner Führung erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der zu einer Nachfrage nach über 2.000 neuen Wohneinheiten führte. Seine Verwaltung konzentrierte sich darauf, die Schulden zu reduzieren und gleichzeitig öffentliche Dienstleistungen auszubauen – darunter neue Kindergärten, Gymnasien und Modernisierungen am örtlichen Krankenhaus.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) behielt während seiner gesamten Amtszeit eine starke Mehrheit im Stadtrat. Zunächst verfügte sie von 2002 bis 2008 über eine relative Mehrheit, später sicherte sie sich sogar die absolute Mehrheit. Wichtige Infrastrukturprojekte wie der barrierefreie Ausbau des Hauptbahnhofs wurden in dieser Zeit ebenfalls verwirklicht.
Sollte Jung seine neue Amtszeit vollständig absolvieren, wird er Fürth drei Jahrzehnte lang regiert haben – ein seltener Meilenstein in der deutschen Kommunalpolitik.
Die Wiederwahl bestätigt Jungs anhaltende Beliebtheit bei den Wählerinnen und Wählern. Seine nächste Amtszeit knüpft an eine Bilanz aus Wirtschaftswachstum, Schuldenabbau und erweitertem öffentlichen Angebot an. Die langjährige Prägung der Stadt durch den Oberbürgermeister bleibt damit ungebrochen.