Stuttgart 21: Tiefbahnhof droht weitere Verzögerung bis Ende 2031
Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung des Tiefbahnhofs erst Ende 2031?
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor erneuten Verzögerungen: Nach aktuellen Berichten könnte der neue unterirdische Hauptbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat von der Deutschen Bahn klare Antworten gefordert – darunter verlässliche Daten und verbindliche Fertigstellungstermine. Die Kosten des seit Jahren verzögerten Vorhabens sind mittlerweile auf 11,3 Milliarden Euro explodiert – ein Vielfaches der ursprünglichen Planung.
Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 begannen 2010, nachdem die Finanzierungsvereinbarungen ein Jahr zuvor unterzeichnet worden waren. Ursprünglich sollte das Projekt 2019 fertiggestellt werden. Doch anhaltende Rückschläge verschoben die Zeitpläne immer wieder – zuletzt wurde die geplante Teileröffnung des Tiefbahnhofs im November 2022 auf unbestimmte Zeit verschoben.
Das Mammutprojekt umfasst einen kompletten Umbau der Stuttgarter Bahninfrastruktur, darunter neue Bahnhöfe, Tunnel, Brücken und den zentralen unterirdischen Kopfbahnhof. Es ist Teil des größeren Stuttgart-Ulm-Bahnprojekts, zu dem auch die seit 2022 betriebene Neubaustrecke Wendlingen–Ulm gehört.
Eine besondere Herausforderung stellt die vollständige Digitalisierung des Stuttgarter Knotenpunkts dar – ein Novum in Deutschland. Die Komplexität dieses Vorhabens trägt maßgeblich zu den aktuellen Verzögerungen bei. Özdemir verlangt von der Deutschen Bahn nun ein «eindeutiges Bekenntnis» zum Projekt, inklusive eines klaren Fahrplans für die Fertigstellung der digitalen Aufrüstung.
Ein Gerichtsurteil hatte die zusätzlichen Kosten – mittlerweile rund 11,3 Milliarden Euro – allein der Deutschen Bahn auferlegt. Sollten sich die jüngsten Berichte bestätigen, warnte Özdemir, wäre die erneute Verzögerung «eine katastrophale Nachricht» – sowohl für Baden-Württemberg als auch für Fahrgäste, die auf die neue Infrastruktur angewiesen sind.
Die Deutsche Bahn steht nun unter Druck, konkrete Zeitpläne und Lösungen für Stuttgart 21 vorzulegen. Die wiederholten Verzögerungen und explodierenden Kosten haben scharfe Kritik von regionalen Politikern ausgelöst. Angesichts einer möglichen Eröffnung des neuen Durchgangsbahnhofs erst Ende 2031 warten sowohl Pendler als auch Verantwortliche auf entschlossenes Handeln des Bahnkonzerns.






