Steinmeier startet neuen "Ehrenamtstag" am 23. Mai für mehr bürgerschaftliches Engagement
Stjepan StaudeSteinmeier startet neuen "Ehrenamtstag" am 23. Mai für mehr bürgerschaftliches Engagement
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen jährlichen „Ehrenamtstag“ ins Leben gerufen, um das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland zu fördern. Die Initiative findet am 23. Mai statt – zeitgleich mit dem Tag des Grundgesetzes – und soll das freiwillige Engagement im ganzen Land stärken. Steinmeier selbst besuchte an diesem Tag einen Berliner Gemeinschaftsgarten, um die Bedeutung aktiver Teilhabe in der Gesellschaft zu unterstreichen.
Der Bundespräsident kündigte die neue Tradition an, um an die Verabschiedung des Grundgesetzes zu erinnern. Er betonte, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Gemeinschaft aktiv mitgestalten. Statt bloßer Feierlichkeiten solle der Tag zu konkreten Taten anregen – besonders bei jungen Menschen.
Steinmeier machte deutlich, dass es beim Ehrenamtstag nicht um große Gesten, sondern um praktisches Mitmachen geht. Einen Vorschlag, den 23. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu erklären, lehnte er ab: Freiwilliges Engagement stehe im Vordergrund, nicht öffentliche Festakte. Die Initiative bietet zudem flexible Möglichkeiten, etwa auch digitale Einsätze, um die Teilhabe zu erleichtern.
Während seines Besuchs im Gemeinschaftsgarten sprach Steinmeier über den Wert gemeinschaftlichen Handelns. Ehrenamt sei eine Chance, Verbindungen zu knüpfen und demokratische Werte zu festigen. Der erste Ehrenamtstag ermöglicht es Interessierten, sich ohne langfristige Verpflichtung in kurzen Projekten auszuprobieren.
Künftig wird der Ehrenamtstag jedes Jahr am 23. Mai – parallel zum Tag des Grundgesetzes – stattfinden. Ziel der Initiative ist es, mehr Menschen, insbesondere jüngere Generationen, für das gesellschaftliche Engagement zu begeistern. Steinmeiers Fokus liegt dabei auf tatsächlicher Mitwirkung statt auf symbolischen Feiern.






