10 June 2026, 04:13

SPD und Grüne streiten über 500-Euro-Steuerentlastung für Bürger:innen

Steuerreform: Grünen-Vize Audretsch wirft SPD-Chefin Baerbock Chaos vor und fordert gerechte Entlastung

SPD und Grüne streiten über 500-Euro-Steuerentlastung für Bürger:innen

Ein Streit über Steuerentlastungen ist zwischen der SPD und den Grünen ausgebrochen. SPD-Chefin Bärbel Bas schlug in einem Fernsehauftritt am Sonntag vor, Steuerzahler:innen jährlich um mindestens 500 Euro zu entlasten. Die Grünen kritisierten den Plan umgehend als unrealistisch und unzureichend finanziert.

Bas äußerte sich in der Sendung Miosga und argumentierte, dass strukturelle Reformen sowie höhere Steuern für Superreiche die Entlastungen finanzieren könnten. Sie betonte, dass normale Steuerzahler:innen eine finanzielle Entlastung verdienten.

Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, wies den Vorschlag zurück. Er warf der Regierung vor, bei Geringverdiener:innen tief in die Tasche zu greifen, während sie gleichzeitig vage Versprechungen mache. Audretsch zufolge fehle Bas’ Plan eine klare Finanzierungsstrategie – zudem drohten Kosten in Höhe von zehnt Milliarden Euro ohne ausreichende Begründung.

Stattdessen plädierte er für gezielte Entlastungen, darunter Steuersenkungen für Mittel- und Geringverdiener:innen sowie niedrigere Sozialabgaben. Audretsch warf der Regierung außerdem vor, für Verwirrung zu sorgen: Niemand wisse, welche Prioritäten sie tatsächlich verfolge.

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Der Konflikt zeigt die unterschiedlichen Auffassungen darüber, wie Haushalte finanziell entlastet werden sollen. Während die Grünen auf zielgenaue Unterstützung für die Bedürftigsten setzen, befürwortet die SPD breitere Steuersenkungen. Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, ob die Vorschläge überhaupt finanzierbar – oder überhaupt umsetzbar – sind.

Quelle