Söder rät DFB-Team: 'So wenig Politik wie möglich' - Söder fordert DFB-Team zu politischem Verzicht bei der WM 2026 auf
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die deutsche Fußballnationalmannschaft aufgefordert, bei der nächsten Weltmeisterschaft auf politische Aussagen zu verzichten. Seine Äußerungen folgen auf eine Reihe von Kontroversen während des Turniers 2022 in Katar, bei dem Spieler mit prominenten Gesten von sich reden machten. Söder wünscht sich nun, dass sich die Mannschaft auf den Sport konzentriert – und nicht auf Debatten abseits des Platzes.
Bei der WM 2022 in Katar bezog die deutsche Elf mehrfach politisch Stellung. Kapitän Manuel Neuer trug eine Regenbogen-Binde, während die Spieler bei einem Mannschaftsfoto demonstrativ die Münder bedeckten, um gegen FIFA-Restriktionen zu protestieren. Der DFB kritisierte zudem öffentlich die Menschenrechtslage im Gastgeberland. Trotz dieser Aktionen schied die Mannschaft bereits nach der Vorrunde aus.
Andreas Rettig, Sportdirektor des DFB, zeigt sich seitdem in der Öffentlichkeit zurückhaltender, wenn es um politische Themen geht. Grundsätzliche Positionen – etwa die Weigerung, gegen Russland zu spielen, solange der Krieg in der Ukraine andauert – vertritt er zwar weiterhin, doch breitere Stellungnahmen bleiben aus. Rettigs Kurswechsel deutet auf eine vorsichtigere Haltung vor künftigen Turnieren hin.
Söders Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Deutschland auf die WM 2026 vorbereitet, die gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Der Ministerpräsident hofft, dass die Mannschaft ohne Ablenkungen und frei von politischen Vorgaben antreten kann. Das Turnier findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt – genug Zeit, um sich ganz auf die sportliche Leistung zu konzentrieren.
Die deutsche Elf geht mit dem Druck in die nächste WM, den Fußball in den Vordergrund zu stellen und Aktivismus hintanzustellen. Söders Appell für weniger Kontroversen spiegelt eine grundsätzliche Debatte wider: Wie lassen sich Sport und Politik in Einklang bringen? Mit noch zwei Jahren bis zum Turnier steht der DFB nun vor der Frage, wie künftige Stellungnahmen gehandhabt werden sollen.






