31 March 2026, 16:20

Sixt attackiert EU-Pläne zur E-Flotten-Pflicht als verstecktes Verbrenner-Verbot

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den USA zeigt, mit der vermerkten Zunahme der installierten Kapazität von BMW auf einem weißen Hintergrund.

Sixt attackiert EU-Pläne zur E-Flotten-Pflicht als verstecktes Verbrenner-Verbot

Die Pläne der EU zur Elektrifizierung von gewerblichen Fahrzeugflotten stoßen beim Autovermietungsriesen Sixt auf scharfe Kritik. Unternehmenschef Konstantin Sixt bezeichnete die Vorschläge als ein "Hintertür-Verbot für Verbrennungsmotoren" und warnte vor steigenden Kosten für Kunden. Gleichzeitig fordern einige deutsche Politiker eine Abschwächung der Maßnahmen, bevor diese in Kraft treten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nach den von der EU vorgeschlagenen Regeln muss Deutschland sicherstellen, dass bis 2030 83 Prozent der Miet- und Firmenwagenflotten emissionsarm oder -frei sind. Bis 2035 soll dieser Anteil auf 95 Prozent steigen. Die Vorgaben sind Teil des umfassenderen "Automobil-Pakets", das die Europäische Kommission im Dezember 2025 vorgelegt hat.

Sixt äußert Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit dieser Quoten. Das Unternehmen verweist auf die Abhängigkeit Europas von chinesischen Batterieherstellern, die Lieferkettenrisiken berge. Konstantin Sixt prognostiziert zudem, dass die Mietpreise steigen werden, sobald die Flotten auf teurere Elektrofahrzeuge umgestellt werden.

In Deutschland wächst der Widerstand gegen die Pläne. Sowohl Regierungsmitglieder als auch Abgeordnete des Europäischen Parlaments setzen sich für weniger strenge Ziele ein. Auch Branchenverbände, darunter die Stahlindustrie, lehnen die Vorgaben ab und fordern strengere "Made in EU"-Kriterien, um heimische Hersteller zu schützen. Bisher gibt es keine öffentlichen Reaktionen aus anderen europäischen Ländern.

Die Elektrifizierungsziele der EU für gewerbliche Flotten sehen sich nun mit Gegenwind aus der Wirtschaft und Teilen der politischen Elite konfrontiert. Die Warnungen von Sixt vor höheren Kosten und Umsetzungsproblemen spiegeln die Sorgen der gesamten Branche wider. Die endgültige Ausgestaltung der Regelungen wird davon abhängen, ob die Kritik zu Anpassungen der geplanten Quoten führt.

Quelle