07 May 2026, 06:12

Shitstorm um Jisoo und Modedesigner: Warum Fans von Blackpink so mächtig sind

Zwei Männer im Anzug lächeln in einem Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012.

Shitstorm um Jisoo und Modedesigner: Warum Fans von Blackpink so mächtig sind

Belgischer Modedesigner löst Shitstorm aus: Streit um nicht zurückgegebene Kleidung zwischen Benjamin Voortmans und Blackpinks Jisoo

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Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, nachdem er die K-pop-Star Jisoo von Blackpink öffentlich wegen nicht zurückgegebener Leihkleidung für ein Fotoshooting kritisiert hatte. Die Fans der Sängerin scharten sich umgehend um sie – und lösten damit eine Welle der Empörung gegen den Designer aus.

Voortmans ruderte später zurück und betonte, er habe keinesfalls die Absicht gehabt, Jisoo anzugreifen. Im Gegenteil: Er äußerte sogar Bewunderung für sie. Der Konflikt war eskaliert, als der Designer Jisoo in einem Interview namentlich nannte, in der Hoffnung, damit eine Reaktion ihres Teams zu provozieren. Er gab zu, dass dieser Schritt strategisch gewesen sei, versicherte aber, es habe nie eine persönliche Kritik an der Sängerin gegeben. Angesichts der massiven Vorwürfe seitens ihrer Fangemeinde verurteilte er schließlich die Hasskommentare, die ihr online entgegengeschlagen waren.

Jisoo verfügt über eine riesige Fangemeinde – allein auf Instagram folgt ihr eine Community von 80 Millionen Menschen. Bekannt für ihre bedingungslose Loyalität, reagierten ihre Anhänger umgehend, um ihren Star zu verteidigen. Voortmans hatte zunächst zugesagt, sich in einem Interview mit WWD zur Angelegenheit zu äußern, zog seine Zusage jedoch zurück und erklärte, die Sache werde nun im privaten Rahmen geklärt.

Experten analysieren unterdessen die Macht von Fangemeinschaften in der modernen Popkultur. Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, wies darauf hin, wie leidenschaftlich Fans ihre Idole beschützen. Michael Lewis, Marketingprofessor an der Emory University, verwies auf frühere Konflikte – etwa den Streit zwischen Taylor Swift und Scooter Braun – um zu zeigen, wie sich Fangruppen wie die „Swifties“ oder die „BTS Army“ gegen wahrgenommene Bedrohungen mobilisieren.

Studien deuten darauf hin, dass parasoziale Beziehungen – also die emotionale Bindung von Fans an Prominente – das Konsumverhalten maßgeblich prägen. Eine Untersuchung ergab, dass 75 Prozent der Fans die Fankultur als genauso unterhaltsam oder sogar noch bereichernder empfinden als die Inhalte, die sie eigentlich verfolgen. Diese Dynamik macht Fangemeinschaften zu einem lukrativen, aber auch hochsensiblen Markt für Marken, die von dieser Loyalität profitieren wollen.

Der Vorfall unterstreicht einmal mehr den Einfluss engagierter Fan-Communities. Designer und Unternehmen müssen diese Beziehungen mit Fingerspitzengefühl navigieren, um Shitstorms zu vermeiden. Voortmans hat sich mittlerweile aus der öffentlichen Diskussion zurückgezogen – während Jisoos Fangemeinde weiterhin hochaktiv bleibt.

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