Rücktritts-Chaos in Berlin: Warum Staatssekretär Hundt plötzlich bleibt – trotz Insolvenzermittlungen
Alexander TextorRücktritts-Chaos in Berlin: Warum Staatssekretär Hundt plötzlich bleibt – trotz Insolvenzermittlungen
Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, nimmt seinen Rücktritt zurück
Die Kehrtwende kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden seine Verbindungen zu einem insolventen Unternehmen untersuchen. Unterdessen treibt der Senat die Pläne voran, Hundt bis Dienstag abberufen zu haben.
Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch widerrufen. Er begründete dies mit Frustration über unbestätigte Gerüchte und wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als haltlos zurück. Im Mittelpunkt der Kontroverse steht die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, ein Unternehmen, das seit dem 25. November 2025 in Insolvenzverfahren steckt.
Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft Hundts Verstrickungen mit dem Unternehmen. Parallel führt die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung durch, um mögliche ausstehende Sozialabgaben im Zusammenhang mit der SDC zu klären. Akten zufolge war Hundt zwar nie Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH, fungierte jedoch bis Herbst 2024 als deren externer Geschäftsführer.
Trotz der laufenden Ermittlungen hat Hundt weiterhin Anspruch auf eine Abfindung. Im Falle einer Entlassung stünde ihm ein halbes Jahresgehalt zu – etwa 72.000 Euro. Der Senat scheint jedoch entschlossen, seine Abberufung in den kommenden Tagen zu vollziehen.
Das Entlassungsverfahren des Senats soll bis Dienstag abgeschlossen sein. Hundts Abfindung bleibt gesichert, sofern die Untersuchungen keine neuen Erkenntnisse zutage fördern. Die rechtliche und finanzielle Überprüfung seiner Geschäftstätigkeiten dauert derweil an.






